FCN-Nachwuchs jubelt über Aufstieg und Meisterschaft

C-Jugend des 1. FC Nordenham wird trotz 2:4-Niederlage gegen den VfB Oldenburg Meister

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Ab der 57. Minute ging bei der C-Jugend des 1. FC Nordenham das große Zittern los. Noch ein Gegentor und der Traum von der Bezirksliga-Meisterschaft wäre geplatzt. Doch die Mannschaft von Trainer Ibrahim Dogan behielt gegen den VfB Oldenburg die Nerven und Marvin Höpken sorgte mit dem 2:4 (69.) für großen Jubel beim Landesliga-Aufsteiger.

Die Ausgangslage war klar: Die Nordenhamer durften gegen den Tabellenzweiten nicht mit vier Toren Unterschied verlieren, um Spitzenreiter, Meister und Aufsteiger zu bleiben. Nach den ersten 10 Minuten sah es überhaupt nicht danach aus, als müsse sich der FCN mit einem solchen Szenario beschäftigen. Die Hausherren begannen mit viel Schwung und dominierten die Anfangsphase.

Ehivet Bienvenu Dirabou trifft per Hacke zum 1:0

Bereits nach 120 Sekunden hätte es 1:0 stehen können. Nach einer Flanke von Serhat Atilgan köpfte Ehivet Bienvenu Dirabou knapp vorbei. Kurze Zeit später zielte der FCN-Angreifer genauer. Nach einer Hereingabe von Luca Köchel kam Dirabou aufgrund eines VfB-Abwehrfehlers im Fünfmeterraum an den Ball und netzte mit der Hacke ein (8.).

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Von den Oldenburgern war bis zur 13. Minute in der Offensive nichts zu sehen. Dann kam Sinan Brüning, auffälligster VfB-Akteur, im Strafraum an den Ball. Er drehte sich um seinen Gegenspieler herum und traf zum Ausgleich. Dieses Gegentor brachte die Nordenhamer ziemlich aus dem Konzept.

Nordenhamer verzweifeln am VfB-Torwart

Fortan agierten die Hunstestädter spielbestimmend. Nach einer Ecke kam Arndt Bockhop ungedeckt zum Kopfball und nickte zum 2:1 ein. Sechs Minuten später musste FCN-Keeper Jannik Woge erneut hinter sich greifen. Nach einem Pass in die Schnittstelle war Brüning durch und markierte das 3:1. Beinahe wäre noch vor der Pause das 1:4 gefallen. Einen Brüning-Schuss wehrte Woge weit vor dem Strafraum ab. Der Ball senkte sich und klatschte auf die Latte.

Drei Minuten nach Wiederbeginn hätte Köchel für Beruhigung im FCN-Lager sorgen müssen. Er eilte alleine auf Schlussmann Lars Küßner zu. Dieser parierte den ersten Versuch. Den zweiten Versuch jagte Köchel weit über das Gehäuse. In der 50. Minute gab es den nächsten Hochkaräter für die Hausherren. Dieses Mal scheiterte Höpken freistehend an Küßner.

Höpken trifft den Pfosten – Auf der Gegenseite geht der Ball an die Latte

Wer seine Chancen nicht macht, wird dafür bestraft. Diese Fußball-Weisheit bestätigte sich auch im Endspiel um die Meisterschaft. Die Oldenburger münzten ihre erste Möglichkeit im zweiten Abschnitt in das 4:1 um. Brüning schloss eine feine Einzelleistung erfolgreich ab (57.). Nun fehlte den Gästen noch ein Treffer für das kleine Wunder.

Zunächst einmal war aber Tabellenführer wieder am Zug. Höpken setzte den Ball an den Pfosten. Dirabous Nachschuss ging daneben (59.). Auf der Gegenseite lenkte Woge einen Freistoß an die Latte (60.).

Jubel-Stürme nach dem 4:2

Es war die letzte VfB-Chance, die zum 5:1 hätte führen können. Endgültig vorbei war das Bangen für die Hausherren in der 69. Minute, als sich die Gäste in Höhe der Mittellinie einen Abwehr-Schnitzer erlaubten. So eilte Höpken alleine aufs Tor zu und löste mit seinem 4:2 Jubel-Stürme bei den zahlreichen Zuschauern aus.

Noch war die Partie aber nicht vorbei. Der souveräne Schiedsrichter Thomas Bauer ließ sieben Minuten nachspielen. Die lange Nachspielzeit war nötig geworden, weil zwei Nordenhamer Zuschauer wegen Unsportlichkeiten des Sportgeländes verwiesen wurden. Ansonsten war es ein faires Spitzenspiel, bei dem die Fußball-Fans auf ihre Kosten kamen. Der FCN spielt somit in der kommenden Saison als JSG Nordenham-Abbehausen in der Landesliga.

Die Statistik

  • FCN: Jannik Woge – Mika Limberg, Oke Bruns, Luca Köchel, Sinan Dogan, Fynn Janßen, Marvin Höpken, Serhat Atilgan, Ehivet Bienvenu Dirabou, Justin Böhme, Jason-Neal Schroeter; eingewechselt: Teve Templin.
  • Tore: 1:0 Dirabou (8.), 1:1 Brüning (13.), 1:2 Bockhop (23.), 1:3 Brüning (29.), 1:4 Brüning (57.), 2:4 Höpken (69.). 

Die Bilder

Die Tabelle

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