Mehr drin gewesen: HSG Unterweser unterliegt trotz Kampfgeist

20:24 gegen Bützfleth/Drochtersen – Jetzt wird’s richtig eng im Tabellenkeller

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Entäuschung bei Mannschaft und Trainer der HSG nach dem Schlusspfiff. Es war mehr drin als die klare 20:24-Niederlage. Die Gäste der HSG Bützfleth/Drochtersen waren mit ihrer besten Besetzung in Nordenham erschienen. (von Olaf Büker)

In der Tabelle ist es nun sehr spannend geworden, da der TSV Bremervörde überraschend beim MTV Tostedt gewinnen konnte. Die HSG Unterweser bleibt Neunter, allerdings nur einen Punkt vor der HSG Stade/Fredenbeck II und dem TSV Bremervörde.

Fehlstart und vergebene Chancen

In der Sporthalle am Luisenhof zeigten die Gäste sofort, dass sie die Punkte unbedingt mit nach Hause nehmen wollten. Nach zehn Minuten lagen sie mit 8:4 in Führung. Die HSG kämpfte sich wieder heran, leistete sich aber wieder einmal zu viele technische Fehler.

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Erst in der 24. Minute schaffte Louisa Plump den Treffer zum 11:11. Sie hatte dann noch die Chance zum 12:11-Führungstreffer, doch der Strafwurf wurde vergeben. So hatten die Gäste bis zur Pause die Möglichkeit, auf 15:12 davonzuziehen.

Trainer Bernd Neumann musste immer wieder eingreifen, damit in der Abwehr besser abgezählt wurde. Nach dem Wechsel stellte er seine 5:1-Deckung auf 6:0 um. Nun stand sie besser und konnte die schnellen Angreiferinnen der Gäste besser im Zaum halten.

Hoffnung keimt – doch die Wende bleibt aus

Bützfleth/Drochtersen baute den Vorsprung in der 37. Minute wieder auf 18:14 aus. Die HSG Unterweser hatte die Möglichkeit zu verkürzen, vergab aber gleich zwei Strafwürfe in einer Minute.

Ab der 47. Minute keimte wieder etwas Hoffnung auf. Durch Tore von Carinne Bauer und Marie Lübben konnte die HSG auf 19:17 herankommen. Auch in der 50. Minute sah es noch gut aus: 20:18 für die Gäste.

Mit Torausbeute unzufrieden

Doch immer wieder gaben die HSG-Angreiferinnen die Bälle zu leicht ab. Auch die Wurfausbeute wurde nicht besser. Damit war Trainer Neumann überhaupt nicht zufrieden. Er meldete sich immer wieder lautstark von der Bank.

Endgültig zugunsten der Gäste war das Spiel in der 54. Minute entschieden. Der Gast erzielte den Treffer zum 23:18. Beim Schlusspfiff der Schiedsrichter stand es 24:20 für den Tabellenzweiten.

Trainer Bernd Neumann war mit der Torausbeute seines Teams überhaupt nicht zufrieden. 24 Gegentore sind in Ordnung, aber nur 20 eigene Tore sind zu wenig. Die Spielerinnen konnten die Anweisungen des Trainers nicht immer umsetzen. „Aus solchen Gründen gegebenenfalls das Saisonziel nicht zu erreichen, das tut schon weh“, so der Trainer.

Nun stehen gleich vier Auswärtsspiele auf dem Spielplan. Jetzt müssen unbedingt Punkte her. Dazu muss sich die Mannschaft erheblich steigern.

Die Statistik

  • HSG: Tanja Speckels-Huisman, Emily Eicke – Louisa Plump (5/2), Liska Stuhrmann (4), Carinne Bauer (3), Astrid Eilers (3), Marie Lübben (2), Jana Seedorf (2/1), Mia Speckels (1), Christien Dubberke-Bruns, Wiebke Ostendorf, Janine Matschei, Judith Palm.

Die Bilder

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