Die männliche Jugend C der HSG Unterweser spielte im Spitzenspiel in der Landesliga bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn 32:32 unentschieden. Dadurch behält das Team der Trainer Hauke Mehrtens und Sven Meyer ihren Zwei-Punkte-Vorsprung, der zur Meisterschaft reichen sollte. (von Olaf Büker)
Die Gastgeber der SG Friedrichsfehn/Petersfehn waren in der Saison der bislang einzig gleichwertige Gegner. Das Hinspiel hatte die HSG mit 29:27 gewonnen. Dieses Spiel hatte das Prädikat „Topspiel“ mehr als verdient.
Emotionen, Tempo und ein echter Krimi
Im Duell bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn lieferte die männliche C-Jugend der HSG Unterweser ein echtes Spitzenspiel auf Augenhöhe ab. Am Ende stand ein hart umkämpftes 32:32-Unentschieden – ein Punkt, der sich nach dem Spielverlauf wie ein kleiner Sieg anfühlte.
Die HSG Unterweser reiste mit einem Reisebus und zahlreichen Fans im Gepäck an. Doch auch die Heimmannschaft konnte sich auf lautstarke Unterstützung von der Tribüne verlassen. „Die Stimmung war phänomenal!“, betonte Trainer Hauke Mehrtens nach Abpfiff.
Von Beginn an war zu spüren, dass sich beide Teams nichts schenken würden. Die Gastgeber lagen über weite Strecken der ersten Halbzeit knapp in Führung, meist mit ein bis zwei Toren. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung sogar auf vier Treffer (14:10, 18. Minute) an. Doch die Moral der HSG stimmte. Immer wieder kämpften sich die Jungs heran, hielten mit Tempo und Entschlossenheit dagegen. Zur Pause führte Friedrichsfehn/Petersfehn mit 18:16.
Ausgleich in letzter Sekunde – Beyer wird zum Matchwinner
Auch im zweiten Durchgang blieb es ein intensiver Schlagabtausch. Nach 36 Minuten belohnte sich Unterweser mit einem 3:0-Lauf und stellte auf 23:23. Vier Minuten später war es dann so weit: In der 40. Minute übernahm die HSG erstmals die Führung.
Doch das Spiel blieb dramatisch. Mal lag die eine Mannschaft vorne, mal die andere – ein echtes Hin und Her bis in die Schlussphase. Kurz vor dem Ende, in der 47. Minute, gingen die Gastgeber beim Stand von 31:30 erneut mit einem Tor in Führung.
Die letzte Minute hatte es dann in sich: Unterweser spielte den Angriff clever aus, ließ die Uhr herunterlaufen – zehn Sekunden vor Schluss fiel der viel umjubelte Ausgleichstreffer zum 32:32 durch Lennard Klostermann.
Doch noch war Zeit auf der Uhr. Friedrichsfehn/Petersfehn kam tatsächlich noch zu einer letzten klaren Chance. Ein Spieler tauchte frei vor dem Tor auf, doch Torhüter Felix Beyer parierte in höchster Not und sicherte seiner Mannschaft mit einer Glanztat das Remis.
Tabellenführung gefestigt
Nach diesem Spielverlauf ist der Punktgewinn für die HSG Unterweser definitiv als Erfolg zu werten – zumal das Ergebnis die Tabellenführung weiter festigt. Selbst eine knappe Niederlage mit einem Tor Differenz hätte gereicht, um sich am Ende den direkten Vergleich zu sichern – doch das Team wollte mehr.
So wurde der hart erkämpfte Punkt gemeinsam mit den mitgereisten Fans ausgelassen gefeiert. Ein emotionaler Abend, der gezeigt hat: Diese Mannschaft ist nicht nur spielerisch, sondern auch mental bereit für die entscheidende Phase der Saison. Die Mannschaft und die Trainer haben hohe Ziele. Sie möchten in der kommenden Saison sogar in die Regionalliga aufsteigen.
Die Statistik
- HSG: Felix Beyer – Noah Wagner (11), Till Janssen (8), Guilien Mehrtens (6), Fynn Gerdes (4), Lennard Müller (1), Jona Wagner (1), Lennard Klostermann (1), Jonas Hoffmann, Jonas Wunsdorf.

