SG SSR wirft Aufstiegskandidat aus der Bahn
Bitterer-Team schlägt STV Wilhelmshaven in wildem Sieben-Tore-Krimi
Das war ein Ausrufezeichen zum Wochenstart: Die SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor hat am Montagabend den Tabellendritten STV Wilhelmshaven mit 4:3 besiegt. Gegen einen Gegner, der noch mitten im Aufstiegsrennen steckt, zeigte die Mannschaft von Trainer Andree Bitterer eine starke Moral – und belohnte sich in einer packenden Schlussphase.
Für die SG SSR, deren Coach Andree Bitterer zum Saisonende aufhört, war es ein Erfolg, der richtig gut tut. Nicht nur wegen der drei Punkte, sondern vor allem wegen der Art und Weise: Immer wieder kam Wilhelmshaven zurück, doch die Gastgeber fanden jedes Mal eine Antwort.
Früher Treffer, schnelle Antwort
Die Partie nahm direkt Fahrt auf. Schon in der 4. Minute setzte die SG SSR den ersten Punch: Nach einem sauber ausgespielten Angriff traf Jan-Hendrik Offen zum 1:0. Ein Start nach Maß – doch die Freude hielt nicht lange. Der STV Wilhelmshaven nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Defensive und glich wenig später zum 1:1 aus.
Danach übernahmen die Gäste mehr Spielkontrolle. Wilhelmshaven hatte mehr Ballbesitz und suchte immer wieder den Weg nach vorne, wirklich Kapital schlug der Tabellendritte daraus aber nicht. Die SG SSR hielt dagegen, blieb aufmerksam und ging mit einem 1:1 in die Halbzeit.
SG SSR zeigt Moral nach jedem Rückschlag
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv. Beide Teams waren griffig in den Zweikämpfen und spielten auf Sieg. Die erneute Führung für die Gastgeber fiel nach einem starken Angriff: Ben Sanders startete im richtigen Moment, brachte den Ball präzise in die Mitte – und Teve Templin vollendete konsequent zum 2:1.
Doch wieder schlug Wilhelmshaven zurück. Der STV egalisierte zum 2:2 und machte deutlich, warum er in der Tabelle weit oben steht. Die SG SSR ließ sich davon aber nicht aus dem Rhythmus bringen.
Minnemann zaubert per Freistoß
Dann kam Ole Minnemann. Mit einem wunderschönen Freistoß brachte er die SG SSR erneut in Führung. Das 3:2 war nicht nur sehenswert, sondern auch ein emotionaler Push für die Gastgeber, die sich damit wieder auf die Siegerstraße brachten.
Allerdings blieb es ein Spiel ohne Verschnaufpause. Nach einem Fehlpass in Richtung Torwart Luca Kemna war Wilhelmshaven zur Stelle und glich erneut aus. 3:3 – alles wieder offen.
Wiese macht den Deckel drauf
In der Schlussphase wollten beide Mannschaften den Sieg. Es ging hin und her, die Zuschauer bekamen ein echtes Fußball-Spektakel geboten. Am Ende war es Tino Wiese, der den Unterschied machte: Nach einer starken Einzelleistung erzielte er den entscheidenden Treffer zum 4:3.
Damit feierte die SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor einen überraschenden, aber nicht unverdienten Heimsieg gegen den Tabellendritten. Ein intensives Spiel, viel Leidenschaft, sieben Tore – und ein Gastgeber, der bis zum Ende an sich glaubte.












