Neue Spieler, neue Abläufe und eine neue Herausforderung: Die männliche C-Jugend der HSG Unterweser startet in dieser Saison in der Oberliga West. Nach einer intensiven Vorbereitung ist die Vorfreude im neuformierten Team groß. Am Sonnabend um 14.15 Uhr wartet in der Sporthalle am Luisenhof mit der SG Neuenhaus/Uelsen direkt der erste Härtetest. (von Olaf Büker)
Hinter der Mannschaft von Hauke Mehrtens und Sven Beyer liegen intensive Wochen. Dabei ging es den Trainern nicht nur um Kondition und taktische Abläufe, sondern vor allem darum, aus vielen neuen Gesichtern möglichst schnell eine Einheit zu formen. „Die Strandeinheiten zum Start waren für die Ausdauer und Kraft. Danach ging es darum, das Mannschaftsgefüge zu stärken“, blickt Mehrtens auf die Vorbereitung zurück.
Kompletter Rückraum weg – fünf Neue kommen dazu
Der Umbruch vor der Saison war groß. Der komplette Rückraum aus dem vergangenen Jahr steht nicht mehr zur Verfügung. Gleichzeitig mussten fünf neue Spieler integriert werden – vier kamen aus Spaden, einer aus Elsfleth.
Für das Trainerteam bedeutete das: Abläufe neu entwickeln, Positionen neu besetzen und vor allem schnell ein gemeinsames Spielverständnis schaffen. Genau das scheint gelungen zu sein. Die Neuzugänge fanden schnell Anschluss und machten es den Trainern nach eigener Einschätzung leicht.
Erster Test zeigt direkt die Baustellen
Einen ersten wichtigen Hinweis auf den Leistungsstand lieferte das Testspiel bei der TSG Hatten-Sandkrug. Die HSG gewann die Partie mit 29:26 und bekam gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung.
An welchen Stellschrauben noch gedreht werden musste, war danach klar. Genau diese Punkte griff das Trainerteam in den folgenden Wochen gezielt auf.
Ein zweiter Test unter Wettkampfbedingungen kam allerdings nicht mehr zustande. „Leider hat sich kein Gegner mehr gefunden, mit dem man in einem wettkampfähnlichen Test hätte schauen können, woran man noch arbeiten müsste“, erklärt Mehrtens.
Intensität, Einstellung und Zusammenhalt stimmen
Umso wichtiger waren die Trainingseinheiten der vergangenen Wochen. Und die machen den Trainern Mut.
„Das, was wir im Training sehen, gefällt uns schon sehr! Die Intensität passt, die Einstellung passt und das Wichtigste: Der Zusammenhalt passt! Wir haben jetzt eine super Chemie im Team!“, sagt Mehrtens.
Gerade dieser Zusammenhalt dürfte in der Oberliga eine wichtige Rolle spielen. Schließlich wartet auf die neu zusammengestellte Mannschaft eine Saison auf anspruchsvollem Niveau.
Trainingslager bringt neues System auf den Weg
Ende August legte die HSG im Trainingslager noch einmal nach. Einen kompletten Tag lang standen Technik und Taktik im Mittelpunkt. Das neue Spielsystem wurde intensiv eingeübt, Laufwege abgestimmt und Aufgaben für die einzelnen Positionen festgelegt.
Dass dabei noch nicht jeder Ablauf perfekt sitzt, ist dem Trainerteam bewusst. „Das wird aber noch ein paar Wochen dauern, bis alles sitzt“, sagt Mehrtens.
Trotzdem sieht er sein Team bereits gut vorbereitet. Das System sei von allen Spielern verstanden worden und jede Position doppelt gut besetzt.
Jetzt zählt es gegen Neuenhaus/Uelsen
Damit ist die Vorbereitung abgeschlossen. Jetzt muss die HSG zeigen, wie gut sich die vielen Trainingsstunden unter echten Wettkampfbedingungen auszahlen.
Am Sonnabend um 14.15 Uhr wird es erstmals ernst. Dann gastiert die SG Neuenhaus/Uelsen in der Sporthalle am Luisenhof. Nervosität dürfte dabei sein – die Vorfreude überwiegt aber deutlich.
„Jetzt sind wir auch heiß aufs erste Saisonspiel!“, sagt Mehrtens.
Die HSG Unterweser startet damit nicht nur in eine neue Saison, sondern auch in ein neues Kapitel. Der Umbruch ist geschafft – nun soll in der Oberliga West gemeinsam der nächste Schritt folgen.


