Fußball frühestens ab dem 5. April wieder erlaubt

Corona-Verordnung: Diese Regeln gelten in Niedersachsen

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Am Montag, 8. März, tritt die veränderte Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in Kraft. In ihr werden auch Öffnungsschritte für den Kinder- und Jugendsport in Niedersachsen aufgezeigt. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren in nicht wechselnder Gruppenzusammensetzung von bis zu 20 Personen kontaktlosen Sport unter freiem Himmel betreiben. Dabei dürfen sie von zwei volljährigen Personen betreut werden.

Für die Wesermarsch ist das derzeit noch nicht relevant. Auch wenn den Entwürfen der Verordnung noch nicht davon die Rede war, dass die Inzidenzwerte in den Landkreisen (sondern es sollte der Landesdurchschnitt maßgeblich sein) gelten, steht es nun so in der Verordnung. Sobald die Wesermarsch stabil (3 Tage in Folge) unter die 100er-Grenze sinkt, gilt folgendes für die Kinder bis 14 Jahren:

  • Jede Person/Fußballer*in hat dabei einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen/Fußballer*innen einzuhalten. Die Nutzung von Umkleideräumen und Dusche ist nicht zulässig.

Sieben-Tages-Inzidenz bleibt das entscheidende Kriterium

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Auf der zuvor am 3. März in Berlin stattgefundenen Bund-Länder-Konferenz wurden weitere Vereinbarungen getroffen, die auf ein möglichst einheitliches Vorgehen der Bundesländer abzielen. „Dem kommt das Land Niedersachsen in eigener Rechtsetzungskompetenz mit der vorliegenden Änderungsverordnung nach“, heißt es in der am 6. März online gestellten und „damit verkündeten“ Verordnung zur Änderung der Niedersächsischen Corona-Verordnung und der Niedersächsischen Quarantäne-Verordnung.

Der Sport ist Teil der auf dem Corona-Gipfel zwischen den Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel festgelegten Öffnungsschritte. Zentrales Kriterium für bestimmte Beschränkungsmaßnahmen bzw. Öffnungsschritte bleibt die Sieben-Tag-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Was bedeuten die Vereinbarungen für den Fußball in Niedersachsen?

Ab dem frühestens für den 22. März ins Auge gefassten Öffnungsschritt soll gelten:

  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:
    • Freiluftsport, inklusive Kontaktsport und Fußball, für alle ohne Gruppenbeschränkung, aber: Es muss für alle Erwachsenen (und ab Ü 15) ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest vorliegen.
    • Ab dem frühestens für den 5. April ins Auge gefassten Öffnungsschritt soll gelten:
      • Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger: o Sport im Freien (einschließlich Fußball) ohne Gruppenbeschränkung oder Test; kontaktfreier Sport in der Halle

In einem aktuellen Video-Podcast bezeichnete NFV-Präsident Günter Distelrath diese Vereinbarungen als Wegweiser zurück auf die Fußballplätze, „auch wenn es nicht einfach ist, bei all den politischen Regelungen den Überblick zu behalten.“ Ihm sei bewusst, dass es hierzu unterschiedliche Meinungen gebe. In dem auf der NFV-Homepage nfv.de veröffentlichten Video-Podcast sagte er: „Vielen von Ihnen geht das nicht weit genug, sie wünschen sich aufgrund des niedrigen Infektionsrisikos beim Fußball an frischer Luft mehr Freiheiten.“ Deshalb sei der Beschluss aus Berlin ein richtungsweisender Schritt zurück zu mehr Normalität und Lebensqualität, könne aber nicht der letzte sein.

NFV will Saison sportlich beenden

Generell müsse gelten, „die Gesundheit jedes Einzelnen zu schützen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit aller zu tun. Hygieneregeln sind wichtig, Bewegung aber auch, gerade für unsere Kinder.“ Das beides zusammen gehen kann, hätten viele Vereine im vergangenen Jahr gezeigt. Distelrath bekräftige noch einmal die Absicht des NFV, die Saison sportlich beenden zu wollen. „Wir haben die Hoffnung, dass dies gelingen kann. Unser Vorstand ist mit Blick darauf dem Wunsch aus den Kreisen gefolgt, einer optionalen Verlängerung des Spieljahres bis an den Beginn der Sommerferien zuzustimmen. Das schafft uns allen mehr Spielraum.“

In dem Video-Podcast brachte Günter Distelrath seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der von ihm, dem DFB-Präsidium und seinen Präsidentenkollegen der 21-DFB-Landesverbände geführte Austausch mit der Politik auf fruchtbaren Boden gefallen sei. „In den vergangenen Wochen haben wir intensive Gespräche mit der Politik geführt, um für den Amateurfußball zu werben. Manches scheint davon gehört worden zu sein. Jetzt sind wir gemeinsam gefordert, die nächsten Schritte zu gehen. Es gilt weiterhin: der schnellste Weg zurück auf den Fußballplatz ist, sich an die Spielregeln zu halten.“

FAQ’s sollen zeitnah veröffentlicht werden

Auf die kommenden Monate schaut der NFV-Präsident mit Zuversicht. Zum einen wegen der Aussicht, „durch Impfungen, Tests oder dem Wetter mit besseren Rahmenbedingungen rechnen zu können.“ Vor allem, so Günter Distelrath, „aber mit Blick auf unsere Vereine. Auf alle Mitglieder der Fußballfamilie, die den Fußball mit Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Leidenschaft am Leben halten.“

In der kommenden Woche beginnt die Abstimmung zu den Vereinbarungen mit dem Land Niedersachsen. Die sich daraus ergebenden „Häufig gestellten Fragen“ (FAQ’s) werden auf der Homepage des Niedersächsischen Fußballverbandes veröffentlicht (nfv.de).

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