Futsal? – warum eigentlich nicht

Mit dieser Alternative sollten sich die Verantwortlichen zumindest einmal auseinandersetzen

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Das Niveau wird auch immer schlechter. Diese vernichtende Kritik höre ich in jedem Jahr, wenn ich mich bei den Kreis- oder Stadtmeisterschaften umhöre. Mehrheitlich wird sie von Personen geäußert, deren eigenes fußballerisches Können selten ausreicht, um bei einer solchen Veranstaltung aktiv mitzuwirken.

Aber ist das tatsächlich so, lässt das Niveau immer mehr nach? Ich meine nicht. Und wenn doch? Da kann ich den Nörglern nur entgegenhalten, dass von den hiesigen Fußballern nicht mehr erwartet werden darf. Bessere haben wir nicht.

Aber vielleicht ist es ja an der Zeit über einen veränderten Modus nachzudenken. Eine Möglichkeit wäre, diese Meisterschaften nach Futsal-Regeln auszutragen, wie Bernes Trainer Michael Müller in der vergangenen Woche angeregt hat. Natürlich werden mir die Kritiker jetzt entgegenhalten, dass das Regelwerk viel zu kompliziert ist. Nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Zuschauer.

Möglicherweise haben sie sogar recht. Abgesehen von der gleichen Mannschaftsstärke (4+1) gibt es gravierende Unterschiede. Es wird ganz ohne Bande auf Handballtore mit einem Ball gespielt, der über ein völlig anderes Sprungverhalten verfügt als herkömmliche Bälle. Michael Müller hat nicht ganz unrecht, wenn er anmerkt, dass die spielerischen Elemente so automatisch in den Vordergrund rücken.

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Der Einwurf wird durch einen Einkick ersetzt und der muss innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden. Nervendes Zeitspiel gibt es also nicht mehr. Außerdem ist Rempeln ebenso verboten wie Tackling und Grätschen. Letzteres war bei den beiden Titelkämpfen in der Sporthalle zwar auch nicht gestattet, es kam im Eifer des Gefechts aber immer wieder vor. Geahndet werden solche Vergehen dann höchst unterschiedlich. Häufig auch gar nicht.

Auch deshalb bin ich der Meinung, dass man Michael Müllers Vorstoß nicht von vornherein ablehnen sollte. Das veränderte Regelwerk darf kein Argument dagegen sein. Wenn man sich anstrengt lässt es sich durchaus vermitteln.
Es ist an der Zeit, etwas Neues zu probieren. Vielleicht trägt es ja auch dazu bei, dass angeblich immer schlechter werdende Niveau zu verbessern.

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