Marek von Atens krönt Aufholjagd des TSV Abbehausen III

Grün-Gelbe gewinnen ihr letztes Spiel in diesem Jahr nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 beim WSC Frisia Wilhelmshaven III

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Der TSV Abbehausen III trat am gestrigen Sonntag zum letzten Spiel für dieses Jahr auswärts beim Tabellenletzten Frisia Wihelmshaven III an. Das ca. ¾ der Abbehauser Mannschaft entweder im Weserstadion oder beim Babypinkeln von Mannschaftskamerad und frisch gebackenem Papa Demba Bartels waren, waren nicht die günstigsten Vorzeichen, aber als Trainer Caßens sich gegen 1 Uhr bei Bartels verabschiedete, stand noch ein 15-Mann-Kader zu Buche.

Die Nachwehen der Feierlichkeiten vom Vortag (siehe auch Titelfoto) forderten allerdings mit Meyer und Schnitger ihren Tribut bis zum nächsten Morgen und so musste Routinier Sascha „Turbine“ Otte aus dem warmen Bett geklingelt werden, um der jungen und durchnächtigten Truppe unter die Arme zu greifen.

Burhaver Bussard zieht sich Zerrung zu

Vor Spielbeginn der nächste Schreckmoment. Marek von Atens, der Burharver Bussard himself, zerrte sich beim Warmmachen bei einem Schuss den rechten Oberschenkel und konsternierte nach ein paar weiteren Laufversuchen, für mehr als 15 Minuten und ohne Sprints, mehr ist heute nicht drin. Es sollte reichen, aber dazu später mehr. Nachdem der eigentliche IV Tönjes aufgrund von sicherheitstechnischen Bedenken von der Abwehr in der Sturm verfrachtet wurde, wo er weniger Schaden anrichten konnte, stand die Aufstellung des TSV.

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Was zunächst folgte, war eine schaurige erste Hälfte in der der TSV zu hoch verteidigte, in langen Bällen sein Glück suchte, was bei starkem Gegenwind mäßig erfolgreiche Chancen produzierte und in der Vielzahl der Zweikämpfe zu wenig Gegenwehr zeigte. So ließ sich der TSV in Minute 18. Und 33. 2 Mal mit langen Bällen über die Abwehr auskontern und kassierte so 2 unnötige Gegentore. Der TSV kam in dieser Halbzeit selber nur 1 Mal gefährlich zum Zug als ein Langer Ball von Otte aus dem Mittelfeld Kerting im 16er fand, der den Torhüter schon um kurvt hatte aber dann wegrutschte. Sun verpasst mit dem Nachschuss nur knapp.

Brandrede der Last-Minute-Aushilfe

In der Halbzeit folgte eine Brandrede von Lastminute Aushilfe Otte, der zuerst die fußballerischen Qualitäten der Mannschaft lobte, bevor er feststellte, was für eine blutleere Grütze in der ersten Halbzeit gespielt wurde. Zudem musste Wendland ausgewechselt werden, da er schon in der 5. Minute des Spieles einen Ball aus kurzer Distanz mit dem Gesicht stoppte und letztendlich einige Prellungen und eine blaue Nase davon trug.

Der TSV zeigte sich in der zweiten Halbzeit, angestachelt von den Worten des Routiniers in der Halbzeit und begünstigt durch den Rückenwind, wie ausgewechselt. Der Zweikämpfe gerade im Mittelfeld wurden härter geführt und so kam des TSV gerade über außen mit Kerting und Sun immer wieder gefährlich nah ans gegnerische Tor.

Segebrecht erzielt den Anschluss

In der 62. Minute war es allerdings Segebrecht, der aus der Innenverteidigung in der zweiten Halbzeit immer wieder mit nach vorne arbeitete. Nachdem Otte ihn aus dem Mittelfeld bediente, drehte er sich nach innen, legte den Ball zum Doppelpass auf Eden ab und startete zur 16er-Kante durch, wo er den Ball wieder bekam, in den 16er zog und rechts unten einschob.

In Minute 67. kam dann von Atens für Sun, um im Sturm ein paar frische Impulse zu bringen. In Minute 72. war es wieder Eden der den freistehen Müller in der Mitte fand, dieser wiederum legte auf rechts zu von Atens, dieser ließ das Leder zurück zu Müller abklatschen der seinen Gegenspieler hinterlief und auf ca. 20 Metern den Ball leicht rechts über den Keeper zum Ausgleich.

Ausgenüchterter BM10 kann noch spielen

Frisia konnte sich jetzt nur noch selten aus der eigenen Hälfte lösen und kam nur noch einmal nach einem langem Ball über die Abbehauser Abwehr zu einer Torchance, allerdings bekam der Stürmer der Wilhelmshavener nicht genug Druck auf den Ball und Keeper Mühlan konnte den Ball problemlos halten.

Der TSV brachte nach dem 2:2 mit Bastian „BM10“ Möhlmann noch den letzten, einigermaßen ausgenüchterten, Joker für den erschöpften Tönjes der in der zweiten Halbzeit ins Mittelfeld beordert wurde. Es sollte allerdings wieder die Kombination aus Müller und von Atens sein die in der 93. Minute den Schlusspunkt des Spieles setze. Nachdem ein Befreiungsschlag von Budde Müller im Mittelfeld fand, steckte der zum Bussard durch, der seinem Gegenspieler trotz Verletzung enteilte, die Kugel links am Torwart vorbeilegte. Innenpfosten, Tor, Abpfiff, Sieg.

Korrektur eingreicht

Der TSV entführte also die letzten 3 Punkte des Jahres aus Wilhelmshaven mit zwei Halbzeiten die nicht mehr Licht und Schatten hätten sein können.

Im Anschluss des Berichts meldete sich noch Sascha Otte zu Wort: „Ich muss nur eben hinzufügen, dass das letzte Tor kein Befreiungsschlag war, sondern eine Top-Kombination von Budde, mir, Jannes und Torgarant von Atens.“

Die Statistik

  • TSV: Dominic Such – Marc Tönjes, Niklas Kirsch, Jannes Müller, Jonas Budde, Moritz Wickner, Paul Segebrecht, Peng Sun, Adriano Kerting, Sascha Otte, Julian Wendland; eingewechselt: Bastian Möhlmann, Marek von Atens, Alexander Eden.
  • Tore: 1:0 Schmidt (18.), 2:0 Schmidt (33.), 2:1 Segebrecht (62.), 2:2 Müller (75.), 2:3 von Atens (90.).

Die Tabelle

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