Niederlage trotz Kampfgeist: Herren 30 des SV Nordenham unterliegen in Landwürden

Ohne Punktegarant Renken fehlt am Ende die letzte Durchschlagskraft

Anzeige

Am Samstagnachmittag reisten die Herren 30 des SV Nordenham zum 1. TC Landwürden. Die Voraussetzungen waren suboptimal, da Nordenhams Punktegarant Torben Renken verletzungsbedingt nicht Teil des Kaders war. (von Dennis Diekmann)

An Position 1 erwischte Robert Helek gegen Timo Hillen keinen guten Start. Den ersten Satz musste der Nordenhamer mit 4:6 abgeben und wirkte dabei teilweise so, als hätte jemand seinen Matchplan vertauscht. Im zweiten Durchgang fand Helek besser ins Spiel und entschied diesen mit 6:2 für sich. Im Match-Tiebreak war Hillen jedoch jederzeit einen Tick stabiler. Während Helek noch nach dem berühmten letzten Zahnrad im Getriebe suchte, zog der Landwürdener schnell davon und sicherte mit 10:4 den ersten Punkt für die Gastgeber.

Fehlstart auf den vorderen Positionen

Auch an Position 2 lief es für Nordenham nicht nach Wunsch. Julian Lachnitt, der laut Auskunft Renkens „unter massivem Trainingsrückstand leidet“, musste sich Fabian Berje mit 2:6 und 6:7 geschlagen geben. Letzterer agierte äußerst konstant und bot kaum Angriffsfläche. Lachnitt kämpfte, probierte viel, fand jedoch keine Mittel gegen das sichere und schnelle Spiel seines Gegenübers. Am Ende schien der Landwürdener jederzeit das passende Gegengift im Köcher gehabt zu haben.

Anzeige

Diekmann sorgt für den Lichtblick

Für den ersten Lichtblick aus Nordenhamer Sicht sorgte Dennis Diekmann an Position 3. Gegen Marius Lennartz zeigte Diekmann eine konzentrierte und reife Leistung. Mit Geduld, klugem Spielaufbau, starkem Mindset und der nötigen Ruhe in den entscheidenden Momenten holte er den ersten Punkt gegen den um fünf LK besser eingestuften Gastgeber. Mit 6:4 und 6:4 sorgte er für den ersten Zähler der Gäste.

Konstanz entscheidet das vierte Einzel

An Position 4 musste Thomas Delik nach knapp 90 Minuten hingegen seinem Gegner Phillip Berje gratulieren. Der Krakauer Teppichklopfer, der sonst den schnellen Untergrund liebt, fand keinen Zugriff und wirkte zeitweise, als hätte man ihm den Wind aus den Segeln genommen – oder besser gesagt: den Zloty aus der Tasche. Delik kämpfte tapfer, doch Berje war an diesem Tag einfach zu konstant. Mit 2:6 und 3:6 musste auch er sich geschlagen geben.

Doppel mit Moral – aber ohne Happy End

Mit einem 3:1 für Landwürden ging es in die Doppel. Hier bewiesen die Nordenhamer zwar noch einmal Moral, doch es fehlte an Qualität in der Breite.

Im ersten Doppel zeigten Helek und Lachnitt eine starke Vorstellung. Mit abgestimmtem Spiel und dem nötigen Biss holten sie mit einem 7:5 und 6:3 den Punkt für die Gäste.

Im zweiten Doppel mussten sich Diekmann und Delik jedoch geschlagen geben. Trotz ordentlicher Phasen fanden sie nie richtig ins Spiel. Landwürden spielte die Partie routiniert zu Ende, siegte mit 6:2 und 6:2 und sicherte sich damit den 4:2-Gesamtsieg.

Nach der Begegnung zeigte sich Teamchef Blumenberg nachdenklich: „Wir hatten unsere Momente, aber insgesamt war Landwürden heute stets einen Schritt schneller.“ Hoffnung machte ihm lediglich die Nachricht seines Captains Torben Renken: „Torben wird in sieben Tagen wieder ins Training einsteigen, sodass er zum Showdown am letzten Spieltag wieder im Kader auflaufen sollte.“

Anzeige

Anzeige