Schwarzes Wochenende für Teams des TK Nordenham
Herren 70 und Damen steigen ab – 2. Herren verlieren erstmals

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Das Wochenende war wegen der Nordostdeutschen Meisterschaften der Altersklassen nur für Nachholspiele vorgesehen. Deshalb waren auch nur drei Teams des TK Nordenham im Einsatz, die alle am Ende mit leeren Händen dastanden. Die Herren 70 müssen nach der 2:4-Niederlage beim TC Lütjenburg die höchste Spielklasse wieder verlassen und steigen von der Regionalliga in die Nordliga ab. Die TKN-Damen ereilte das gleiche Schicksal, denn sie steigen nach ihrer 2:4-Niederlage beim TV Langförden von der Bezirksliga in die Bezirksklasse ab. Die TKN-Herrenreserve kassierte bei BW Schinkel/Osnabrück mit 1:5 die erste Saison-Niederlage in der Bezirksliga und vergab damit alle Chancen auf den Staffelsieg. (von Karl Brandau)
Regionalliga Nordost – Herren 70
TC Lütjenburg – TK Nordenham 4:2
Die Zielsetzung war vor dem letzten Saisonspiel klar vorgegeben. In der 8er-Staffel mit drei Absteigern musste ein Sieg her. Nur bei einem Erfolg gegen die Gastgeber hätte man sich noch Hoffnung auf den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Liga für Altersklassen-Teams machen können. Dazu wäre man auch noch auf die Mithilfe des Staffelsiegers TC Falkenberg angewiesen gewesen. Denn der hätte in zwei Wochen in seinem Nachholspiel beim Braunschweiger THC mit 5:1 und höher gewinnen müssen, damit die TKN-Senioren noch auf den rettenden fünften Tabellenrang gelandet wären. „Uns war deshalb auch bewusst, dass wir mindestens drei Einzel gewinnen mussten, um bei der Doppelstärke der Gastgeber diese Minimalchance wahren zu können“, sagte TKN-Doppelspezialist Heinz Gulich. Ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, dass die Gastgeber mit drei deutschen Ranglistenspielern antraten. Aber in der ersten Einzelrunde sah alles noch sehr erfolgsversprechend aus, denn Bernd Markowsky (LK 12,9) hatte an Position vier seinen Gegner (LK 17,0) sicher im Griff und gewann in zwei Sätzen. Gleichzeitig führte Reiner Indorf (LK 8,9) auf dem Nachbarplatz schon mit 5:2 im ersten Durchgang gegen den H-75-Ranglistenspieler Torsten Essl (Nr. 69/LK 6,1), bevor dieser den Satz noch drehte und auch das Match in zwei Sätzen gewann. Ein arger Dämpfer für die Gäste, denn im Spitzenspiel hatte man sich die geringsten Chancen ausgerechnet. Denn da musste Andreas Hillmann (LK 9,0) gegen den mehrmaligen deutschen Meister Sönke Klang (H 70 Nr. 107/LK 5,4) antreten und zog sich gegen den Linkshänder beim 2:6/3:6 noch achtbar aus der Affäre. Als dazu noch Heinrich Schütte (LK 10,1) an Position drei gegen Günter Barnstedt (H 75 Nr. 39/LK 9,0) den ersten Satz verlor, sah man alle Felle davon schwimmen. Jedoch drehte Schütte dann mit einer wahren Energieleistung über fast drei Stunden noch das Match. Er gewann den zweiten Satz im Tiebreak und holte sich nach einem 4:7-Rückstand auch noch den Match-Tiebreak mit 10:8. Der 2:2-Zwischenstand bedeutete aber, dass beide Doppel gewonnen werden mussten, denn den Gastgebern reichte ein Remis zum Klassenerhalt. Und den wichtigen dritten Punkt strebten sie mit ihrer Parade-Paarung Klang/Essl an. Eine kaum zu lösende Aufgabe für den TKN, weil ein starkes Doppel mit den bisher nur einmal unterlegenen Markowsky/Gulich nicht reichen würde und die beiden auch nur in der zweiten Paarung hätten spielen können. Bei dem folgenden Aufstellungspoker unterlief dann den Gästen ein folgenschwerer Aufstellungsfehler, als man den eingeplanten, aber ausgelaugten Schütte durch Hillmann ersetzte und die neuen Quersummen nicht beachtete. Durch die falsche Aufstellung gingen dann beide Punkte kampflos an die Gäste, denn in Anbetracht des ernsthaften Hintergrundes verzichtete man auf ein Weiterspielen. Reiner Indorf äußerte sich tröstend dazu: „Im ersten Moment ärgerlich, aber im Hinblick auf die minimalen Siegchancen beider Doppel zu verkraften. Und die einmaligen Erfahrungen in der Regionalliga kann uns auch keiner mehr nehmen.“
- Ergebnisse: Andreas Hillmann 2:6, 3:6; Reiner Indorf 5:7, 4:6; Heinrich Schütte 4:6, 7:6, 10:8; Bernd Markowsky 6:0, 6:2; Indorf/Gulich (w.o.) 0:1; Hillmann/Markowsky (w.o.) 0:1
Bezirksliga Damen
TV Langförden – TK Nordenham 4:2
Die bisher sieglosen TKN-Damen traten gegen die ebenfalls noch abstiegsgefährdeten Gastgeberinnen nur mit drei Spielerinnen an, so dass man zu einem Gesamtsieg schon alle anderen vier Matches hätte gewinnen müssen. Da aber nur Vivien Zobel (LK 11,0) im Spitzenspiel gegen ihre schon bei den Damen-50 spielberechtigte Gegnerin (LK 12,4) punkten konnte, lag man schon vor dem letzten Doppel mit 1:4 im Rückstand. Denn Mannschaftsführerin Jana Okrey (LK 12,8) und auch die A-Juniorin Pia Wellbrock (LK 15,8) unterlagen ihren D-40-Gegnerinnen. Für eine Resultats-Verbesserung sorgte dann noch das Doppel Zobel/Wellbrock mit einem Zwei-Satz-Sieg. Im Endeffekt ist ein einziges Remis gegen den Mitabsteiger TSG Hatten-Sandkrug zu wenig, um in der Bezirksliga zu bestehen. Da es im letzten Spiel noch gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenzweiten Osnabrücker TC II geht, ist auch eine Abgabe der roten Laterne nicht zu erwarten.
- Ergebnisse: Vivien Zobel 6:0, 6:3; Jana Okrey 2:6, 3:6; Pia Wellbrock 6:4, 1:6, 7:10; TKN nicht anwesend; Zobel/Wellbrock 6:4, 6:4; TKN nicht anwesend
Bezirksliga Herren
BW Schinkel/Osnabrück – TK Nordenham II 5:1
Der bisherige ungeschlagene Tabellenzweite TKN unterlag sehr hoch beim bis dato sieglosen Schlusslicht in Osnabrück. Noch mehr überrascht, dass die Niederlage schon nach den Einzeln feststand, denn alle TKNer hatten bis auf Position vier die besseren Leistungsklassen. Jedoch waren an den beiden vorderen Positionen die Gastgeber bedeutend jünger. So musste sich Routinier Björn Müller (Jg. 78/LK 7,0) im Spitzenspiel dem 18 Jahre jüngeren Malik Pahlmann (LK 9,9) in zwei Sätzen beugen, wie auch Lukas Stüdemann (Jg. 89/LK 8,2) dem 11 Jahre jüngeren Kevin Klarowitz (LK 10,6). An den beiden hinteren Positionen kamen Akteure aus dem Aufsteigerteam der erfolgreichen Dritten in der Regionsklasse zum Einsatz. Jedoch drei Klassen höher bekamen A-Junior Constantin Schuhr (LK 17,1), ebenso wie Tim Müller (LK 15,1), die etwas rauere Luft zu spüren. Sie konnten zwar gut mithalten, mussten aber ihren Kontrahenten trotzdem den Sieg überlassen. In den abschließenden Doppeln sorgten dann Müller/Stüdemann für den Ehrenpunkt, während der eingewechselte Mannschaftsführer Maven Raschke mit Constantin Schuhr die zweite Paarung verlor. Durch diese Niederlage des TKN ist der letzten Partie gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Huder TV am kommenden Wochenende in Nordenham jegliche Brisanz genommen, denn selbst bei einem hohen TKN-Sieg können die Huder nicht mehr am Staffelsieg gehindert werden. Aber auch die TKN-Reserve hat den zweiten Platz sicher.
- Ergebnisse: Björn Müller 3:6, 5:7; Lukas Stüdemann 4:6, 3:6; Tim Müller 7:6, 5:7, 8:10; Constantin Schuhr 2:6, 3:6; Müller/Stüdemann 7:6, 2:6, 10:8; Maven Raschke/Schuhr 3:6, 1:6

