Wenn der Wunschtraum zum Albtraum wird

Hat der Hamburger SV schon den Höhepunkt seiner Negativ-Erlebnisse erreicht?

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Auf die sofortige Rückkehr in die 1. Liga hatten die HSV-Fans so sehr gehofft. Seit der 1:4-Pleite beim SC Paderborn wissen sie, dass sich dieser Wunschtraum nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil – der Klub schrieb durch den verpassten Aufstieg ein weiteres Kapitel seines sportlichen Niedergangs. Somit geht der schon einige Jahre andauernde Albtraum weiter. Aber war das wirklich schon der Höhepunkt?

Einen positiven Aspekt gibt es aber auch. So souverän wie in der nun zu Ende gehenden Saison haben die Hamburger den Klassenerhalt schon lange nicht mehr geschafft. Ich bin mir nicht sicher, ob das im kommenden Spieljahr ähnlich gut klappt.

Rumgeeiere bei der Trainer-Frage

Diese Befürchtung lässt sich auch begründen. Das sind zunächst einmal die handelnden Personen, die es immer wieder schaffen in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten. Klare Konzepte lässt diese Chaos-Combo schon seit Jahren vermissen. Und wenn ich mir das rumgeeiere um die Trennung von Trainer Hannes Wolf so ansehe, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich da in absehbarer Zeit etwas zum Guten verändert.

Nun müssen sie zunächst einmal die Nachfolgefrage klären. Damit hatten sie in den vergangenen Jahren aber kein allzu glückliches Händchen. Zehn Übungsleiter gaben sich in den letzten acht Jahren die Klinke in die Hand. Dazu kommen noch drei Interimstrainer. Kontinuität sieht anders aus. Schmunzeln lässt mich die Mitteilung, dass man sich von einigen Leistungsträgern trennen will, weil sie zu teuer sind. Gab es denn da welche?

Leidenszeit geht wohl weiter

Ich habe da jetzt wirklich meine Zweifel, dass die Leidenszeit des HSV-Anhangs beendet ist. Ich glaube eher, dass der Albtraum für den sechsfachen Deutschen Meister und einstigen Europapokal-Sieger weiter geht und er mittelfristig die 3. Liga ansteuert.

Dort wo mit München 1860, Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Kaiserslautern schon drei Klubs zu Hause sind, die die Meisterschale als Beleg erfolgreicher, aber längst vergangener Tage im Vitrinen-Schrank stehen haben. Das hätten sich deren Anhänger vor einiger Zeit auch nicht träumen lassen.

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