Wesermarsch-Wintercup: 1. FC Nordenham verteidigt den Titel

Sieg im Neunmeterschießen gegen den SV Brake im Finale

Der inoffizielle Hallen-Kreismeister der Wesermarsch heißt erneut 1. FC Nordenham. Beim gut besuchten Wintercup in der Sporthalle Mitte setzte sich der Bezirksligist im Finale knapp gegen Landesligist SV Brake durch. Zehn Mannschaften hatten trotz winterlicher Straßenverhältnisse den Weg nach Nordenham gefunden, auch zahlreiche Zuschauer sorgten für passende Kulisse.

Organisiert wurde das Turnier vom 1. FC Nordenham gemeinsam mit dem TuS Elsfleth. Gerade in der trainingsarmen Winterzeit bot der Wettbewerb vielen Teams eine willkommene Gelegenheit, Spielpraxis unter Wettkampfbedingungen zu sammeln.

Favoriten nehmen Turnier ernst

Trotz freundschaftlicher Atmosphäre war der sportliche Anspruch hoch. Allen voran der SV Brake reiste mit seiner ersten Mannschaft an. Trainer Jürgen Hahn verzichtete bewusst auf Experimente mit Nachwuchsspielern – ein Signal, dass der Landesligist den Wettbewerb nicht als bloße Trainingseinheit betrachtete.

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Auch andere Vereine gingen ambitioniert zu Werke. Die Spiele verliefen durchweg fair, blieben aber intensiv geführt.

Gruppenphase: Nordenham und Brake vorne

In Gruppe A dominierte der 1. FC Nordenham das Geschehen und gewann alle vier Begegnungen. Dahinter folgte die SG Abbehausen II/Phiesewarden, die sechs Punkte weniger verbuchte. Platz drei ging an den Kreisligisten SG Lehmden/Jaderberg, gefolgt vom FC Stollhamm, Tabellenführer der 4. Kreisklasse. Der TuS Elsfleth kam über einen Punkt nicht hinaus.

Gruppe B wurde souverän vom SV Brake gewonnen. Zweiter wurde der TSV Abbehausen. Dahinter lieferten sich AT Rodenkirchen und der ESV Nordenham ein seltenes Kuriosum: Beide Teams waren punkt- und torgleich, auch das direkte Duell endete 2:2. Ausschlaggebend für Platz drei zugunsten Rodenkirchens war letztlich ein Treffer mehr in der Gesamtabrechnung. Die SG Neustadt/Oldenbrok blieb ohne Sieg, zeigte jedoch knappe Ergebnisse.

TSV Abbehausen scheidet schon im Viertelfinale aus

Im Viertelfinale setzte sich Nordenham klar mit 7:1 gegen den ESV durch. Abbehausen II/Phiesewarden schlug Rodenkirchen mit 5:1. Überraschend schied der TSV Abbehausen gegen die Spielgemeinschaft Lehmden/Elsfleth (1:3) aus. Der FC Stollhamm hielt gegen den SV Brake lange mit, unterlag aber 0:3.

In den Halbfinals bestätigten die beiden Favoriten ihre Rolle: Der FCN gewann 3:1 gegen Abbehausen II/Phiesewarden, Brake ließ Lehmden/Jaderberg beim 6:0 keine Chance.

Das Spiel um Platz drei entschied Lehmden/Jaderberg mit 2:1 für sich.

Finale erst im Neunmeterschießen entschieden

Das Endspiel bot Spannung bis zum Schluss. Brake ging in Überzahl in Führung, nachdem ein Nordenhamer Akteur eine Zeitstrafe erhalten hatte. Torwart Alican Alkan sorgte jedoch mit einem Distanzschuss von der Mittellinie für den Ausgleich.

Da in der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer fiel, musste das Neunmeterschießen entscheiden. Dort behielt der Gastgeber mit 3:2 die Nerven und verteidigte seinen Turniersieg aus dem Vorjahr.

Auszeichnungen und Torschützen

Nordenhams Spielertrainer Mehmet Ari zeigte sich zufrieden: „Wir haben ein starkes Turnier gespielt. Der Titel ist natürlich besonders schön.“ Kurzfristig war er selbst eingesprungen, nachdem ein Mitspieler ausgefallen war. Neuzugang Mustafa Seker empfahl sich mit sieben Treffern eindrucksvoll.

Noch treffsicherer war nur Brakes Miklas Kunst mit acht Toren. Sein Teamkollege Jan-Niklas Wiese (sechs Tore) wurde von Trainern und Betreuern zum besten Spieler des Turniers gewählt. Die Auszeichnung als bester Torwart ging an Thorge Wulf vom FC Stollhamm. Das traditionelle Betreuerschießen gewann Fabian Mohr (ESV Nordenham).

Positive Bilanz der Organisatoren

Turnierleiter Thomas Neumann zog ein rundum positives Fazit: „Die Stimmung war hervorragend, und der Ablauf hat gut funktioniert.“ Zahlreiche Helfer aus den beteiligten Vereinen trugen dazu bei, dass der Wesermarsch-Wintercup auch in diesem Jahr als sportlich und organisatorisch gelungene Veranstaltung in Erinnerung bleibt.

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