Dennis Wego entscheidet das Wesermarsch-Derby

TSV Abbehausen gewinnt mit 1:0 gegen den SV Brake - Das goldene Tor fällt nach vier Minuten

Mit einem 1:0 im Wesermarsch-Derby gegen den SV Brake feierte der TSV Abbehausen einen gelungenen Saisonstart. Es war ein verdienter Sieg der Grün-Gelben in einer hektischen, aber nicht unfairen Partie. Dennis Wego erzielte das goldene Tor bereits in der vierten Spielminute.

„Es war das erwartete enge Derby. Wir haben viel Willensstärke gezeigt und haben uns den Sieg verdient. Ein durchaus mögliches 2:0 hätte mehr Sicherheit in unser Spiel gebracht“, so ein zufriedener TSV-Coach Frank Meyer.

Glänzendes Zuspiel von Danny Kühn

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack des TSV-Anhangs. Nach nur zwei Minuten hätte Dennis Wego das Leder versenken können. Der Ball rutschte dem Goalgetter zum Leid der Grün-Gelben über den Schlappen. Besser machte es Wego in der nächsten Szene. Ein glänzendes Zuspiel von Danny Kühn vollendete der Torjäger eiskalt zum 1:0 (4.) für seine Farben.

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Auch in der Folge blieben die Hausherren am Drücker. Die Stolzenberger-Elf konnte sich in den ersten zwanzig Minuten überhaupt nicht vom Druck des TSV befreien. „Es riecht förmlich nach dem 2:0“, so ein grün-gelber Fan, der mit ansehen musste, dass der SVB so manche brenzlige Situation schadlos überstand.

Ilhan Tasyer scheitert freistehend an Büsing

Bezeichnend für die Unsicherheit im Braker Team der Freistoß (15.) durch Vedat Atilgan, der den Ball direkt in die Füße von Bjarne Böger spielte. Nachdem Finn Landwehr in allerhöchster Not (22.) gegen Filip Radu das 2:0 verhinderte, kam so langsam der Gast ins Spiel. Angetrieben meistens über Andreas Cichon kamen auch die Kreisstädter zu ihrer ersten Chance und die zählte zu den 100-prozentigen. Ein toller Konter über Jan Speer landete bei Ilhan Tasyer, der völlig frei an Sören Büsing scheiterte.

Das Spiel wurde nun offener. Gute Chancen blieben aber auf beiden Seiten bis zum Pausenpfiff aus. Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel offen, wobei die Hausherren so gut wie nichts anbrennen ließen. Die sonst so starken Außen der Kreisstädter Ilhan Tasyer und Jan Speer konnten sich überhaupt nicht gegen die kompromisslose TSV-Deckung durchsetzen, damit war auch Miklas Kunst förmlich aus dem Spiel genommen.

Adrian Dettmers verpasst das 2:0

Auf der Gegenseite beschäftigten Niklas Budde und Dennis Wego sowie Filip Radu die SVB-Abwehr durch ihre Zielstrebigkeit, wenn auch ohne zählbaren Erfolg. Adrian Dettmers hatte in der 52. Minute das 2:0 auf dem Fuß. Joris Langerenken entschärfte den Ball aber reaktionsschnell. Auch in der nächsten Aktion (58.) blieb der Lange im Tor der Sieger, dieses Mal parierte Langerenken den 18-Meter-Schuss von Wego.

Es blieb die letzte Chance der Hausherren. Der SVB wurde nach einer Stunde mehr und mehr spielbestimmend. Mehr als zwei Mini-Chancen sprangen dabei aber für die Stolzenberger-Elf nicht heraus. Carlos Warns zögerte zu lange mit dem Abschluss (68.) und der aufgerückte Jannik Heyer war so überrascht, dass er das Leder völlig frei (70.) neben den Büsing-Kasten setzte.

Maik Müller agiert überragend

„Wir müssen wieder mehr machen. Nur hinten drin stehen reicht nicht“, so der lautstarke TSV-Coach Meyer nach diesen Chancen. Bis zur Schlussminute erlaubte die TSV-Abwehr mit dem überragenden Kapitän Maik Müller dem SVB so gut wie nichts mehr. Das Spiel wurde in der Schlussviertelstunde richtig hektisch und zahlreiche gelbe Karten für die aufopferungsvoll kämpfenden Hausherren waren die Folge. Neun Mal Gelb waren auf der Habenseite des TSV am Ende, zwei gab es für den SVB.

Eine Schrecksekunde musste die Meyer-Elf noch in allerletzter Sekunde mit reichlich Glück überstehen. Liegend mit dem Kopf rettete Böger einen Landwehr Schuss (90.+2) Zentimeter vor der Torlinie. Es war die letzte Aktion im Derby auf dem Kunstrasen, bevor sich die TSV-Elf jubelnd in den Armen lag.

Der SVB-Trainer war über das Ergebnis enttäuscht, nicht aber über die Leistung seiner Mannschaft. „Der TSV wollte unser Spiel vernichten. Wir kamen nach 15 Minuten ins Spiel, haben aber nur wenige Chancen raus gespielt. So wie der TSV spielt, ist das nicht meine Art Fußball zu spielen. Wir haben trotz der Niederlage einen Schritt nach vorne gemacht. Glückwunsch an den TSV und ich freue mich auf das Rückspiel“, so Maik Stolzenberger.

Die Statistik

  • TSV: Sören Büsing – Adrian Dettmers (57. Benjamin Weser), Maik Müller, Bjarne Böger, Andre Böse (46. Niklas Budde), Dennis Wego, Filip Radu (72. Eike Reesing), Matthias Kemper, Lennart Wohlrab, Danny Kühn, Daniel Hämsen.
  • SVB: Joris Langerenken – Jannik Heyer, Sascha Schwarze, Carlos Warns, Miklas Kunst, Ilhan Tasyer (82. Yusuf Yildirim), Vedat Atilgan, Andreas Cichon (70. Luke Bleckmann) Finn Landwehr, Rico Mathes, Jan Speer.
  • Tor: 1:0 Wego (4.).

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