Emotionen eindämmen – aber wie ?

Disziplinlosigkeit auf der Bank soll Sperren nach sich ziehen

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Weniger Emotionen, dafür aber mehr Ruhe an der Seitenlinie. Das sollten die Einführung einer Coachingzone sowie der vierte Schiedsrichter garantieren. Der sollte beruhigend einwirken, wenn das Geschehen auf dem Spielfeld und drumherum zu eskalieren drohte. So richtig geklappt hat das nicht. Meistens diente der zusätzliche Referee aber eher zum Frustabbau aufgebrachter Trainer oder Manager. Wenn sie es übertrieben, wurden sie auch schon mal auf die Tribüne verbannt, saßen beim nächsten Spiel aber wieder auf der Bank.

Das könnte sich schon bald ändern. Die Regelhüter denken darüber nach, nicht nur Trainer, sondern auch andere Offizielle, die mit auf der Bank sitzen, bei Fehlverhalten mit einer Gelben und im Wiederholungsfall während der laufenden 90 Minuten mit einer Roten Karte zu bestrafen. Die würde dann eine Sperre nach sich ziehen. Das wäre auch der Fall, wenn eine der genannten Personen fünfmal Gelb auf dem Konto hätte.

Im Grundsatz ist das keine schlechte Idee. Aber mal ganz ehrlich, wen juckt es eigentlich, wenn beispielsweise Bayern Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidžić mal das eine oder andere Spiel von der Tribüne aus betrachten muss. Besser wäre es nach meiner Meinung, wenn die Strafe stellvertretend einen Spieler treffen und der dann das Spielfeld verlassen müsste. Ich glaube, die Aussicht, dass eigene Team durch sein Fehlverhalten nachhaltig zu schwächen könnte dafür sorgen, die Emotionen zu zügeln.

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