Zweimal Platz vier: Kilian Rosenbohm verpasst DM-Medaille nur knapp
Nordenhamer Schwimmer kämpft sich bei den Masters-Meisterschaften in Gera trotz schwieriger Vorbereitung in die nationale Spitze
Auch ohne Medaille zeigte Kilian Rosenbohm bei den 57. Deutschen Meisterschaften der Masters eine starke Leistung. Der Nordenhamer erreichte in Gera gleich vier Top-Ten-Platzierungen – zweimal fehlte ihm als Viertplatziertem nur wenig zum Sprung auf das Podest.
Vom 17. bis 19. Juli 2026 trat Rosenbohm, der für den VfL Osnabrück startet, insgesamt fünfmal auf nationaler Bühne an. Die Vorbereitung auf die Titelkämpfe war allerdings alles andere als optimal: Seine reguläre Saison war bereits drei Wochen zuvor beendet, viele Schwimmbäder und Vereine befanden sich in der Sommerpause. Auch beruflich konnte der 20-Jährige nur wenige zusätzliche Trainingseinheiten absolvieren.
Schwimmbrille sorgt für schwierigen Auftakt
Rosenbohm reiste bereits am Donnerstag nach Gera und nutzte vor Ort noch eine Trainingseinheit. Am Freitagmorgen stand mit den 100 Metern Freistil sein erster Wettkampf auf dem Programm. Doch schon beim Start lief nicht alles nach Plan.
„Mein Start war nicht gut und meine Schwimmbrille saß nicht richtig. Dadurch lief Wasser hinein“, berichtet Rosenbohm. An Aufgeben dachte er trotzdem nicht. Er zog das Rennen durch und belegte in 56,40 Sekunden den zwölften Platz.
Zweimal knapp am Podest vorbei
Deutlich besser lief es anschließend über die Schmetterlingsstrecken. Sowohl über 50 Meter als auch über 100 Meter belegte Rosenbohm den vierten Platz. Über 50 Meter schlug er nach 26,19 Sekunden an, über die doppelte Distanz nach 1:01,80 Minuten.
„Der undankbare vierte Platz hat mich schon geärgert“, gibt der Nordenhamer zu. Gleich zweimal war eine Medaille zum Greifen nah, doch am Ende fehlten jeweils wenige entscheidende Momente.
Starke Konkurrenz über 50 Meter Freistil
Ein besonders großes Teilnehmerfeld wartete auf Rosenbohm über 50 Meter Freistil. Mehr als 40 Schwimmer gingen in der Altersklasse 20 an den Start. In 24,65 Sekunden erreichte er einen starken siebten Platz.
Zum Abschluss standen die 200 Meter Freistil auf dem Programm. Mit einer Zeit von 2:06,59 Minuten belegte Rosenbohm Rang fünf. Zufrieden war er damit allerdings nicht.
„Ich war weit von meiner Bestzeit entfernt. Insgesamt war es für mich einfach nicht das optimale Wochenende“, erklärt er. Nach einer langen Saison musste Rosenbohm die Heimreise nach Nordenham ohne Medaille antreten.
Vier Wochen komplette Sportpause
Trotz der verpassten Podestplätze kann sich seine Bilanz sehen lassen: Zweimal Platz vier, einmal Rang fünf und eine weitere Top-Ten-Platzierung bei Deutschen Meisterschaften zeigen, dass Rosenbohm auch unter schwierigen Bedingungen zur nationalen Spitze seiner Altersklasse gehört.
Nun steht für ihn zunächst Erholung auf dem Programm. „Ich habe mir fest vorgenommen, mindestens vier Wochen lang keinen Sport zu machen“, sagt Rosenbohm. Danach beginnt der Blick auf die neue Saison – und auf die nächste Chance, bei einer Deutschen Meisterschaft das Podest zu erreichen.
Die Ergebnisse im Überblick
- 100 Meter Freistil: 56,40 Sekunden – Platz 12
- 50 Meter Schmetterling: 26,19 Sekunden – Platz 4
- 100 Meter Schmetterling: 1:01,80 Minuten – Platz 4
- 50 Meter Freistil: 24,65 Sekunden – Platz 7
- 200 Meter Freistil: 2:06,59 Minuten – Platz 5

