ESV Nordenham kassiert 0:3-Niederlage 

Beim TuS Varel zeigt die Rohde-Elf keine gute Leistung

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Am Sonntagabend unterlag der ESV Nordenham dem TuS Varel im neu eröffneten Vareler Sportpark mit 0:3. Ein Treffer kurz vor der Pause und ein weiterer in der Schlussminute besiegelten die verdiente Pleite.

Die Gastgeber ließen den Ball von Beginn an gut in den eigenen Reihen laufen, kreierten im Mittelfeld oftmals Überzahlsituationen und schafften so Anspielstationen. Über das gesamte Spiel hinweg sprach der Ballbesitz für die Heimelf.

Mischa Schwarzes Treffer zählt nicht

Dennoch zappelte der Ball zunächst im Netz der Vareler: Eine hohe Hereingabe aus dem Halbfeld von Jan Drieling fand den Weg zu Nils Rimkus, der den Ball auf das Tor brachte. Mischa Schwarze am langen Pfosten stocherte den Ball über die Linie – Rimkus befand sich zuvor jedoch im Abseits, weshalb der Treffer nicht gegeben wurde.

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In der Folge parierten sowohl Christoph Müller (ESV) als auch sein Gegenüber Fabio Plois (TuS) vereinzelte Bälle sehenswert und lenkten sie über die Latte.

Müller bei Gegentoren chancenlos

Nach etwas mehr als zwanzig Minuten geriet die Eintracht dann jedoch ins Hintertreffen: Über außen konnte sich ein Vareler Akteur nach einer kurz ausgeführten Ecke gegen Maximilian Reins durchsetzen und den Ball halbhoch hereinflanken. Eugen Schilov war am Fünfmeterraum zur Stelle und konnte das Leder ins Gehäuse bugsieren (23.). Nur etwas später musste Christoph Müller wieder hinter sich greifen. Aber auch hier zählte der Treffer dieses Mal aufgrund einer Abseitsstellung nicht.

Kurz vor dem Pausenpfiff konnten die Gastgeber dann aber schließlich doch noch auf 2:0 erhöhen. Eine haargenaue Hereingabe aus dem Zentrum landete bei Mark Loers, welcher alleinstehend vor Müller eiskalt blieb (44.).

Rohde: „Grausames Spiel meiner Mannschaft“

Es hätte aber noch dicker für die Gäste kommen könnten: Nach einem Steckpass lieferten sich Jannik Weers und Mark Loers einen Zweikampf, indem Weers zwar den Ball berührte, Loers jedoch auch von den Beinen holte. Da Loers beim Zeitpunkt des Abspiels aber im Abseits stand, erübrigte sich jede Diskussion, ob Notbremse oder nicht.

Kurz zuvor hätte Maximilian Reins sein Team nochmal zurück ins Spiel bringen können. Eine punktgenaue Flanke von Daniel Köhler an den langen Pfosten, nahm Reins direkt. Anstelle eines Kopfballs entschied er sich jedoch für eine Direktabnahme per Fuß. Vom Knie ging der Ball dann über den Kasten.  Trainer Thorsten Rohde sprach in der Halbzeit von „einem grausamen Spiel seiner Mannschaft“.

ESV wird in der Schlussphase stärker – Varel trifft

Die Körpersprache seines Teams änderte sich im zweiten Durchgang. Die Eintracht hielt nun besser dagegen und drängte sich auf. Dennoch war der Sieg der Vareler zu keinem Zeitpunkt wirklich gefährdet – dafür war der ESV an diesem Tag offensiv einfach zu harmlos. Die Einwechslung vom Routinier Olaf Speckels belebte das Spiel der Gäste aber nochmal.

Kurz vor dem Abpfiff drehte die Rohde-Elf nochmal auf. Eine hohe Hereingabe über rechts von Jan Drieling verpasste Mohamad Sulayman mit dem Kopf nur ganz knapp. Für den mitgelaufenen Fabian Plate war diese Flanke schließlich zu lang, sodass diese Chance nichts einbrachte.

Der ESV machte nun zunehmend auf und lief in einen Konter. Ein Steckpass aus dem Mittelfeld erlief Fadi Kano, welcher schließlich im langen Eck vollendete und so den Deckel endgültig draufmachte (90.).

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