ESV Nordenham unterliegt beim Tabellenführer

Die Eintracht verliert mit 1:4 in Büppel - zweiter Durchgang entscheidet das Spiel

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Nach dem 8:0-Erfolg gegen den FC Rot-Weiß Sande reiste der ESV Nordenham voller Selbstvertrauen in den Vareler Stadtteil Büppel. Trainer Thorsten Rohde ist wieder im Lande und vertraute weitestgehend demselben Team, das in der vergangenen Woche den Kantersieg einfahren konnte. Lediglich Nils Rimkus rückte im Vergleich zum Vorspiel in die Startelf und auch Daniel Krecker war nach Gelb-Rot-Sperre wieder zurück.

Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und begannen früh anzulaufen. Zunächst hielt die ESV-Defensive dem stand, es dauerte aber dennoch nicht lange ehe die Heimelf in Führung gehen konnte: Über Rechtsaußen konnten die Büppeler durchbrechen, ein Pass von der Grundlinie in den Rückraum und entgegen der Laufrichtung des Keepers Christoph Müller ließ selbigen das erste Mal hinter sich greifen.

Jan Drieling nickt zum 1:1 ein

In der Folge bäumten sich die Gäste auf, nun kamen auch sie immer gefährlicher vor das Tor des TuS. Gerade die scharfen Flanken über die außen von Fabian Plate und auf der anderen Seite von Daniel Krecker sorgten für Gefahr. Wenig später war es allerdings Fadi Ibrahim aus dem rechten Halbfeld, welcher Jan Drieling punktgenau bediente. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und köpfte ins lange Eck zum 1:1 – zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient. Anschließend hätten sowohl Büppel als auch die Nordenhamer in Führung gehen können. Mit dem leistungsgerechten 1:1 ging es dann aber in die Pause.

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Die zweiten 45 Minuten sollten dann jedoch eine klare Sprache sprechen: Nach kurzem Abtasten bekamen die Gastgeber nach einem unglücklichen Handspiel von Mohammed Nour Alkadri einen Strafstoß zugesprochen – der Büppeler Schütze blieb eiskalt.

Gastgeber ziehen dem ESV mit dem 3:1 den Zahn

Während die Büppeler immer wieder mit Entscheidungen des eigentlich souveränen Schiedsrichters haderten und lautstark reklamierten, versuchte der ESV über den Kampf wieder zurück ins Spiel zu finden. Dies gelang nicht.

Die Heimmannschaft zog den Gästen schließlich mit dem dritten Treffer den Zahn. Nach einer Hereingabe aus der Zentrale tanzte sich der Büppeler Torschütze durch den Strafraum und vollendete mit einem satten Schuss. Aus ESV-Sicht hätte das Tor allerdings gar nicht zustande kommen dürfen, da beim Einleiten des Treffers eine Büppeler Hand am Ball gewesen sein soll.

Rote Karte für einen Büppeler

Offensiv fand der ESV kaum noch statt, auch vielversprechende Standardsituationen verpufften im Nichts. Verletzungsbedingte Wechsel taten dann ihr Übriges dazu, sodass es der Eintracht nicht mehr möglich war, nochmal heranzukommen. Nach einem Konter erzielte die Heimmannschaft dann sogar noch ihren vierten Treffer: Der Büppeler Offensivmann lief auf den herauseilenden ESV-Schlussmann zu, überlupfte ihn und brauchte nur noch einzuschieben. Kurz vor Schluss sah ein Büppeler Akteur dann noch die Rote Karte, weil er dem Schiedsrichter den Vogel zeigte. Mehr passierte nicht.

Am Ende steht eine aufgrund des zweiten Durchgangs verdiente Niederlage für die Eintracht, wenngleich diese mit mindestens einem Treffer zu hoch ausfiel.

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