Pokal-Krimi mit spätem Knall: SG SSR schlägt Elsfleth 4:1
Lange bleibt das Wesermarsch-Duell offen – dann dreht die SG SSR in der Nachspielzeit auf
Das Ergebnis klingt deutlich, doch so klar war die Sache lange nicht: Die SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor hat sich in der zweiten Pokalrunde mit 4:1 gegen den TuS Elsfleth durchgesetzt. Erst tief in der Nachspielzeit machte die SG aus einem engen Wesermarsch-Duell einen deutlichen Erfolg.
Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start. Nach einer kurzen Abtastphase brachte Tino Wiese die SG SSR bereits in der zehnten Minute mit 1:0 in Führung. Danach verlor die Mannschaft von Trainer Sascha Spauschuss jedoch etwas den Zugriff. Elsfleth erhöhte den Druck, stellte die SG immer wieder vor Probleme und belohnte sich kurz vor der Pause: Tammo Große traf in der 44. Minute zum verdienten 1:1.
SG SSR kommt mit deutlich mehr Zug aus der Kabine
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein anderes Bild. Die SG spielte zielstrebiger nach vorne und setzte Elsfleth deutlich stärker unter Druck. Kurz nach Wiederbeginn bekam der Gastgeber einen Elfmeter zugesprochen. Der erste Versuch landete zwar nicht im Tor, doch im Nachsetzen fiel durch Nico Strowitzki die erneute Führung zum 2:1.
Danach hatte die SG gleich mehrere gute Möglichkeiten, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Doch die Chancen blieben ungenutzt – und so blieb Elsfleth weiter im Spiel.
Rote Karte bringt der SG mehr Kontrolle
Nach gut einer Stunde wurde die Aufgabe für die Gäste noch schwieriger. Elsfleth musste nach einer Roten Karte in Unterzahl weiterspielen. Die SG SSR bekam dadurch mehr Ballbesitz und Spielanteile, konnte den Deckel aber zunächst trotzdem nicht draufmachen.
„In der Summe geht der Sieg aufgrund der klaren Chancen in Ordnung“, bilanzierte SG-Trainer Sascha Spauschuss nach der Partie.
Elsfleth riskiert alles – Sanders schlägt doppelt zu
In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent. Auch die SG kassierte in der Nachspielzeit eine Rote Karte. Elsfleth warf anschließend alles nach vorne und öffnete dadurch Räume für die Gastgeber.
Diese nutzte Ben Sanders eiskalt. Mit zwei Treffern tief in der Nachspielzeit schraubte er das Ergebnis auf 4:1 und sorgte damit für einen Endstand, der deutlicher aussieht, als es der Spielverlauf über weite Strecken war.
Die Statistik zum Pokalspiel
SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor: Antonio Di Manso, Pascal Jakobs, Fabian Strauss, Ben Sanders, Tino Wiese, Lars Jansen, Thade Wiese, Luca Kemna, Marek Scherweit, Nico Strowitzki, Jan-Hendrick Offen; eingewechselt: Leon-Mika Ahlhorn, Jan-Focke Bischoff, Kai Büsing, Fynn Volkers.
TuS Elsfleth: Levin Schneider, Benedikt Pausar, Tim Kramp, Alexander Richter, Jonke Haase, Janou Tornow, Malte Knop, Tim Städtler, Silas Böttcher, Tammo Große, Dorian-Marcel Berndt; eingewechselt: Nadjombe Gedeon-Champion Gnandi, Hannes Jasper, Marvin Binz, Furkan Badas.
Tore: 1:0 Tino Wiese (10.), 1:1 Tammo Große (44.), 2:1 Nico Strowitzki (48.), 3:1 Ben Sanders (90.+5), 4:1 Ben Sanders (90.+7).











