Sport in Zeiten der Corona-Krise

Alle Sportstätten sind geschlossen: Faulsein muss man trotzdem nicht. Wer draußen allein läuft, radelt oder walkt, der tut was für sein Immunsystem.

Die Schwimmer sitzen auf dem Trockenen, die Laufbänder in den Fitnessstudios stehen still, Turnhallen und Sportplätze sind verwaist. Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sind alle Sportstätten geschlossen. Sollen Sportler jetzt ganz auf Bewegung verzichten? Oder ist trotzdem noch etwas möglich?

Regelmäßige Bewegung stärkt das Immunsystem, und robuste Abwehrkräfte sind jetzt wichtiger denn je. Professor Christian Drosten, der Chefvirologe der Charité in Berlin, hat deshalb empfohlen: „Draußen zu sein und sich zu bewegen, ist das Beste, was man im Moment machen kann.“

Am besten alleine laufen

Solange es noch keine Ausgangssperre gibt, sollten Sportler am besten laufen gehen, konkretisiert es Dr. Paul Schmidt-Hellinger, Sportmediziner an der Charité. Insbesondere diejenigen, die sonst beinahe täglich trainiert haben, sollten das tun. Ihnen drohe das sogenannte Belastungsentzugssyndrom.

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Wer kann, der sollte möglichst allein durch Wald und Flur joggen. In der Stadt empfiehlt sich ein Abstand von 15 Metern, so Schmidt-Hellinger. Prinzipiell sei die Ansteckungsgefahr im Freien deutlich geringer als drinnen. Ausgehustete Viren fielen auf den Boden und würden dort keinen Schaden anrichten – ganz anders als auf Oberflächen im Haus, Schwimmbad oder Fitnessstudio. In Gruppen oder zu zweit zu laufen, sich dabei zu unterhalten und womöglich anzuhusten – das alles sei keine gute Idee.

Frühlingswetter auf dem Rad genießen

Wer das Frühlingswetter und die erwachende Natur etwas gemütlicher in Bewegung erleben möchte, der kann sich aufs Fahrrad schwingen. Auch hier sollte man eher menschenärmere Gegenden ansteuern.

Vielleicht ist jetzt auch die Zeit, die eingestaubten Inlineskates aus dem Keller zu holen und – mit Abstand und nicht in Gruppen – zu fahren, aber unbedingt mit Schutzausrüstung. Auch die Nordic-Walking-Stöcke könnten ein Comeback zwischen Weiden und Wiesen erleben.

Bewegung und Sport ist also noch möglich. Auf die Geselligkeit mit Gleichgesinnten, wie sie viele schätzen, die im Verein oder im Studio sich bewegen, muss aber verzichtet werden.

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