SV Brake zeigt eine starke Leistung

Kreisstädter spielen 1:1 gegen den SV Wilhelmshaven - Sascha Schwarze trifft für die Gastgeber

Zahlreiche Fußballanhänger im Poligrasstadion erlebten am Freitagabend unter Flutlicht bei bestem Wetter ein hochklassiges Bezirksligaspiel zwischen dem SV Brake und dem SV Wilhelmshaven. Am Ende trennten sich die Teams leistungsgerecht 1:1 (1:0).

„Wir haben die ersten 20 Minuten förmlich verschlafen“, ärgerte sich SVW Coach Klümper. Und in der Tat, bereits nach 12 Minuten kassierte der Gast das 0:1. Sascha Schwarze vollendete per Kopfball nach einer Ecke von Tasyer zur frühen Führung für seine Farben.

Bestnoten für die Viererkette

Die Heimelf, glänzend durch Trainer Stolzenberger gegen den spielstarken Gast eingestellt, blieb hochkonzentriert. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit zahlreich, intensiv geführten Zweikämpfen. Im Laufe des Spiels ließen beide Deckungsreihen dabei so gut wie nichts anbrennen. Auf Seiten der Hausherren verdiente sich die Viererkette mit Schwarze, Preisler, Wiese und Degener Bestnoten.

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Dazu stand hinter der Kette mit Lahrmann ein souveräner Keeper, der so manchen Flankenball sicher aus der Luft pflückte. Zu Chancen kamen die Jadestädter so lediglich durch Schüsse aus der zweiten Reihe, die aber durchaus gefährlich waren. Vor allem Mittelfeldakteur Abraham und Ivaniadze versuchten es immer wieder. Während Ivaniadze sein Schussbein nicht justiert hatte, er haderte Kopfschüttelns mit seinen Schüssen die das Ziel doch um einiges verfehlten, so verfehlte Abraham in der 3. Minute den Braker Kasten nur äußerst knapp und in der 18. Minute fischte „Paddy“ Lahrmann das Leder spektakulär aus dem oberen Winkel. Zum Glück der Hausherren landete der dritte Versuch von Abraham am Querbalken (38.).

Mit Applaus in die Kabine

Der SV Brake hingegen gelang es immer wieder durch das gute Defensivverhalten sich spielend zu befreien. Allerdings kamen die Kreisstädter auch nicht wirklich zu gefährlichen Toraktionen. Lediglich der emsige Heinemann hatte so etwas wie eine Chance. Sein Schuss von der Strafraumlinie wurde aber eine sichere Beute des SVW Keepers Kolev. Unter Beifall der Zuschauer ging es nach intensiven 45 Minuten in die Kabine.

Mit einem fulminanten Start der Braker ging in die zweite Halbzeit. Ilhan Tasyer hatte aus 20 Metern abgezogen und Kolev im Tor der Jadestädter verhinderte mit einer Glanzparade das mögliche 2:0. Am temporeichen Spiel änderte sich auch in Durchgang zwei nichts. Carlos Warns hatte nach 58 Minuten die nächste Chance des SVB. Sein Schuss strich jedoch nur knapp über das Gehäuse.

SVW macht Dampf

Wenig später wurden die Wilhelmshavener für ihr ansehnliches Spiel belohnt, begünstigt durch den einzigen Fehler der SVB Abwehr. Nach einem abgewehrten Eckball durch Joel Nsah, kam der wieselflinke Nsah erneut zum Flankenball. An Freund und Feind vorbei stocherte David Susac im Gewusel das Leder zum 1:1 (61.) gegen den machtlosen Lahrmann in die Maschen. Weiter machte der SVW richtig Dampf. Meist vorgetragen über Gruda und Nsah auf der Rechten sowie durch Ramadani und Nabel über die linke Angriffsseite. Die aufmerksame Deckung der Stolzenberger-Elf ließ aber so gut wie nichts mehr zu.

Auf der anderen Seite bewies auch die Gästedeckung bei den Kontern der Braker ihre Klasse. Obwohl es auf beiden Seiten zu keinen großen Chancen mehr kam, blieb das Spiel hochklassig und spannend bis zum Schlusspfiff. Am Ende gab es erneut Beifall der Fans aus beiden Lagern.

Stimmen zum Spiel

Rene Nabel vom SVW nach dem Schlusspfiff: „Wir sind in der ersten Hälfte nicht ins Spiel gekommen. Die zweite Hälfte haben wir bestimmt. Es hat heute hier richtig Spaß gemacht“. Sein Trainer Lars Klümper: „Unsere ersten Minuten konnten wir vergessen, dann haben wir uns gesteigert. Wir waren in der zweiten Halbzeit das bessere Team, aber Brake hat es uns sehr schwer gemacht. Das Remis geht in Ordnung“.

Der jungvermählte SVB-Co-Trainer Carsten Feist war angetan von seinem Team: „Erste Halbzeit waren wir spitze. Wir haben nichts zugelassen. Das Spiel war von beiden Seiten hochklassig. Wir haben gute Konter gefahren, waren dabei aber nicht zielstrebig genug“.

Die Statistik

  • SVB: Patrick Lahrmann – David-Luca Preisler, Carlos Warns, Pierre-Steffen Heinemann (84. Justin Tülek), Jan-Niklas Wiese, Patrick Lizius, Miklas Kunst, Ilhan Tasyer4, Paul-Jannes Degener, Jan Speer (77. Sinan Ince).
  • Tore: 1:0 Schwarze (12.) 1:1 Susac (61.).

Die Tabelle

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