Vierfacher Torschütze Jan Speer belohnt den SV Brake

Kreisstädter besiegen den SV Ofenerdiek mit 6:3 - Zeitweise in doppelter Unterzahl

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Ein aufopferungsvoll kämpfender SV Brake gewann trotz 72-minütiger Unterzahl und nach 71 Minuten in doppelter Unterzahl gegen den SV Ofenerdiek mit 6:3 (2:1). Der alles überragender Mann auf dem Platz war der vierfacher Torschütze Jan Speer.

Das Spiel begann so recht nach dem Geschmack des Braker Anhangs. 72 Sekunden waren gespielt, da schlug das Leder das erste Mal im Tor der Gäste ein. Jan Speer hatte von der Strafraumgrenze das Leder unhaltbar zum 1:0 versenkt. Bereits gegen Heidmühle und Obenstrohe hatte die Elf aus Ofenerdiek frühe Gegentore kassiert.

Luca Kemna sieht die Rote Karte

Der SV Brake blieb danach am Drücker versiebte aber zwei Chancen durch Miklas Kunst (8.) und Ilhan Tasyer, der in Überzahlsituation (12.) den Ball regelrecht verdaddelte. Die erste Chance der Gäste brachte die Hausherren in Unterzahl. Etwas zu spät kam Luca Kemna aus seinem Tor und senste beim Abwehrversuch Sedat Yanc kurz vor dem Strafraum förmlich um. Die Rote Karte war die logische Konsequenz für den SVB Keeper (18.). Für Kemna kam Benjamin Grunert, Miklas Kunst wurde Opfer des Feldverweises und wurde ausgewechselt.

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Der SV Ofernerdiek bekam etwas Oberwasser, konnte sich aber kaum Chancen gegen die sichere SVB-Abwehr herausspielen. Immer wieder dirigierte Trainer Stolzenberger lautstark seine Mannen an und bejubelte förmlich jede gelungene Aktionen von der Seitenlinie. In der 28. Minute war es aber doch geschehen. Herrlich freigespielt vollendete Christian Kreye zum 1:1 gegen den machtlosen Grunert.

Ilhan Tasyer trifft zum 3:1

Die Gastgeber erholten sich aber schnell vom Ausgleich und kamen zu weiteren Chancen durch Andreas Cichon (34.) und Luke Bleckmann per Freistoß (40.). Grund zum Jubeln hatte der SVB aber doch noch vor der Pause. Jan Speer hebelte die Abseitsfalle aus, ließ sich nicht abschütteln und vollendete trocken zum 2:1 (43.). Munter weiter ging es im zweiten Durchgang. „Einer spielt, die Anderen gucken zu“, so Gästetrainer Adamovic nach einem schlecht gespielten Angriff.

Wie es besser geht zeigte der SV Brake. Ein langer Ball düpierte die Gästeabwehr, Tasyer gewann das Laufduell und brachte seine Farben mit 3:1 (50.) in Front. Nur wenig später gelang Ofenerdiek der Anschlusstreffer zum 3:2 (54.) Jannis Baarts hatte vom Strafraumeck abgezogen und Glück, dass Grunert mit seinem einzigen Fehler die Kugel passieren ließ. Seinen Fehler machte der Ersatzkeeper gleich darauf aber wieder wett. Per Fußabwehr rette er reaktionsschnell gegen Timon Hedden, den Nachschuss setzte Jannis Baarts um Brataalbreite über das Gebälk.

Noch eine Rote Karte für Brake

Das Spiel stand nun auf der Kippe, aber der SVB hatte ja noch Jan Speer. Nach einem Foul an Speer zeigte die ansonsten gute Mona Böhm zum Entsetzen der Gäste auf den Elfmeterpunkt. Jan Speer verwandelte sicher zum 4:2 (71.). Unverständlich dass sich Ilhan Tasyer während dieser Situation zu einer Beleidigung gegen den Gästecoach hinreißen ließ und ebenfalls die rote Karte dafür bekam. „Völlig unnötig. Da muss Ilhan sich besser unter Kontrolle haben“, so Trainer Stolzenberger sauer über diese Aktion seines Stürmers.

Es folgte der nächste Galaauftritt des überragenden Jan Speer. Wieder ließ er die SVO Abwehr mehr als alt aussehen und setzte das Leder zum beruhigenden 5:2 (75.) in die Maschen. Beruhigend dachte zumindest der SVB Anhang, aber weit gefehlt. Nach 78 Minuten stand es nach einem Kopfballtreffer durch Buske nur noch 5:3 (78.).

Großer Applaus für Jan Speer

Trainer Adamovic forderte seine Elf nun auf, hohe Bälle in den Strafraum der Braker zu bringen und verzweifelte am Spiel seiner Mannschaft. „80 Minuten spielt ihr kein Fußball und jetzt wollt ihr spielen“, so sein Kommentar nach einem missglückten Doppelpass. Die kämpfenden Hausherren ließen nichts mehr anbrennen und kamen in der 88. Minute sogar noch zum 6:3 durch Vedat Atilgan.

Unter großem Applaus der Zuschauer wurde dann Jan Speer ausgewechselt. Trainer Adamovic noch dem Schlusspfiff: „Die Mannschaft hat charakterlos gespielt und gedacht in Überzahl läuft es von selbst. Das war einfach nur Kreisklassenniveau.“

SVB-Coach Maik Stolzenberger war hocherfreut über den verdienten Sieg. Sein Kommentar: „Wir wollten mit Feuer spielen und haben das geschafft. Vieles aus unserem Training konnten wir heute umsetzen. Ein großes Lob an meine Mannschaft für die Einstellung und ein großes Lob an Benjamin im Tor.“

Die Statistik

  • SVB: Luca Kemna – Jannik Heyer, Phlip Müller (19. Sascha Schwarze), Miklas Kunst ((18. Benjamin Grunert), Ilhan Tasyer, Vedat Atilgan, Andreas Cichon, Finn Landwehr, Rico Mathes, Jan Speer (90. Carlos Warns), Luke Bleckmann.
  • Tore: 1:0 Speer (2.) 1:1 Kreye (28.) 2:1 Speer (43.) 3:1 Tasyer (50.) 3:2 Baarts (54.) 4:2 Speer (71./FE) 5:2 Speer (75.) 5:3 Buske (78.) 6:3 Atilgan (88.).
  • Rote Karten: Kemna (SVB/18.) Tasyer (SVB/71.)

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Die Tabelle