Auch im Jugendhandball werden aktuell die Weichen für die neue Saison gestellt. Am Wochenende standen die ersten Relegationsspiele zur Oberliga an – und mittendrin waren zwei Teams aus der Wesermarsch. Die männliche B-Jugend des Elsflether TB schaffte den Sprung in die zweite Runde, die männliche C-Jugend der HSG Unterweser verpasste den direkten Aufstieg dagegen nur hauchdünn. (von Olaf Büker)
Für den ETB ging es in Langwedel zur Sache. Die Mannschaft von Trainer Benjamin Müller zeigte drei enge Spiele und sicherte sich trotz zweier knapper Niederlagen das Weiterkommen. Besonders wichtig war der 23:22-Sieg gegen Gastgeber TSV Daverden. Gegen den HV Lüneburg unterlag Elsfleth nur mit 19:20, gegen die JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld II hieß es am Ende 17:19.
ETB-B-Jugend bleibt im Rennen
Damit bleibt die männliche B-Jugend des Elsflether TB im Kampf um die Oberliga am Ball. Gerade die knappen Ergebnisse zeigen, wie eng das Niveau in der Relegation ist. Kleinigkeiten entscheiden – und der ETB hat sich trotz harter Konkurrenz behauptet.
Für Elsfleth trafen: Hannes Munderloh (27), Raes Onisca (9), Maxim Fritzler (7), Daniil Kunakov (6), Leif Koppitz (5), Luis Reimers (3) und Adrian Berisha (2). Im Tor stand Erik Beyersdorff.
HSG startet stark in das Heimturnier
Noch dramatischer lief es bei der männlichen C-Jugend der HSG Unterweser. Beim Relegationsturnier in der Sporthalle am Luisenhof fehlte am Ende nur ein einziges Tor zum direkten Oberliga-Aufstieg.
Der Start machte zunächst richtig Mut. Gegen die HG Winsen/Luhe zeigte die Mannschaft von Hauke Mehrtens und Sven Beyer eine konzentrierte Leistung. Die Abwehr stand stabil, im Angriff wurden die Chancen sauber ausgespielt. Am Ende feierte die HSG einen verdienten 19:15-Erfolg.
Ein Tor fehlt zum großen Jubel
Im zweiten Spiel gegen die HSG Nord Edemissen lief es dann nicht ganz rund. Wurfpech und einfache Gegentore sorgten zwischenzeitlich für einen Vier-Tore-Rückstand. Die HSG kämpfte sich zwar stark zurück, musste sich aber knapp mit 16:17 geschlagen geben.
Damit war vor dem letzten Spiel gegen den TSV Wietzendorf klar: Die HSG brauchte ein starkes Ergebnis, um die Chance auf den direkten Aufstieg zu wahren. Nach einer frühen 2:1-Führung folgte jedoch eine lange Durststrecke. Elf Minuten blieb Unterweser ohne eigenen Treffer. Dank einer aufmerksamen Defensive und eines starken Felix Beyer im Tor ging es „nur“ mit einem 3:7-Rückstand in die Pause.
Moral-Comeback gegen Wietzendorf
Nach dem Seitenwechsel zeigte die HSG dann, was in ihr steckt. Tor um Tor kämpfte sich das Team zurück und verdiente sich am Ende ein 13:13. Das anschließende Siebenmeterwerfen wurde zwar ausgetragen, hatte für die Tabellenwertung aber keine entscheidende Bedeutung mehr. Die HSG blieb trotzdem cool und gewann auch dieses Duell vom Punkt.
Der direkte Aufstieg war damit denkbar knapp verpasst. „Wir haben mit diesem Kader das erste Mal gespielt, dafür haben wir ein super Turnier abgeliefert. Ich bin stolz auf die Jungs. Wir hatten wenige Wechselmöglichkeiten und ich weiß, dass jeder sein Bestes gegeben hat. Dass es am Ende an einem Tor fehlte, ist natürlich ärgerlich“, sagte Trainer Hauke Mehrtens.
Nächste Chance in Braunschweig
Abgehakt ist der Oberliga-Traum aber noch lange nicht. Durch Platz drei hat sich die HSG Unterweser für die zweite Relegationsrunde qualifiziert. Diese steigt am kommenden Samstag, 6. Juni 2026, in Braunschweig.
Dort trifft die HSG auf Gastgeber MTV Braunschweig II und den MTV Rosdorf. Die ersten beiden Teams lösen das Ticket für die Oberliga. Die Ausgangslage ist also klar: Noch ist alles drin – und die HSG Unterweser kann ihre starke Saison weiterhin mit dem Aufstieg krönen.
Für die HSG spielten: Felix Beyer, Finn Bräuling – Lennard Müller (22), Fynn Gerdes (7), Giulien Mehrtens (6), Jonas Wunsdorf (5), Jonas Hoffmann (5), Luca Bräuling (2) und Jona Wagner (1).
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