1. FC Nordenham kehrt in die Bezirksliga zurück

FCN gewinnt das Stadtderby gegen den SV Phiesewarden mit 5:0 und steigt auf

Der 1. FC Nordenham kehrt nach neunjähriger Abwesenheit in die Bezirksliga zurück. Die Elf von Trainer Bünyamin Kapakli benötigte allerdings eine 60-minütige Anlaufzeit bevor sie gegen den abstiegsgefährdeten Stadtrivalen SV Phiesewarden die Weichen endgültig in Richtung Aufstieg stellen konnte.

Suyab Gürbüz brach nach einer Stunde mit seinem 21. Saisontreffer den Bann. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gäste mit ihrer defensiven Einstellung erfolgreich zur Wehr gesetzt, mussten dann aber bis zum Abpfiff noch vier weitere Treffer hinnehmen.

SVP verkauft sich teuer

„Ihr habt Euch hier trotz der klaren Niederlage teuer verkauft“, lobte ein SVP-Anhänger das Auftreten der Gäste-Mannschaft. „Das haben wir in dieser Saison schon häufiger zu hören bekommen. Das nützt uns aber nichts, wir brauchen Punkte“, reagierte der Phiesewarder Coach Nico Verhoef darauf sichtlich enttäuscht.

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Bei seinem Gegenüber Bünyamin Kapakli war die Stimmungslage natürlich eine ganz andere. Von allen Seiten gab es Glückwünsche zum geschafften Sprung in die Bezirksliga. „Jetzt wollen wir uns am letzten Spieltag auch noch die Meisterschaft sichern“, richtete schon den Blick auf das letzte Saisonspiel beim TuS Jaderberg. Dort kommt es dann zum Fernduell mit dem ebenfalls siegreichen FC Rastede.

350 Zuschauer

Die Tatsache, dass seiner Mannschaft trotz drückender Überlegenheit zunächst kein Treffer gelingen wollte, hatte ihn nicht beunruhigt. „Es ist nicht einfach sich gegen einen tief stehenden Gegner durchzusetzen. Dabei hatten wir trotzdem auch in der ersten Halbzeit genug Möglichkeiten, um zum Erfolg zu kommen, aber irgendwie wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Es ist wichtig dann geduldig weiterzuspielen. Das hat meine Mannschaft getan und ist dann auch belohnt worden“, freute er sich über den Spielausgang. Sehr angetan war er auch von der erneut großen Publikums-Resonanz. Rund 350 Zuschauer waren gestern ins Plaatweg-Stadion gekommen, um das Derby zu verfolgen. Neben einer torreichen Begegnung wurde auch noch ein ansprechendes Rahmenprogramm, insbesondere für die jungen Zuschauer, geboten.

Die Hausherren hatten von Beginn an die Initiative ergriffen, blieben im Abschluss in den ersten 45 Minuten aber erfolglos. Nicht selten mangelte es dem Passspiel an der nötigen Präzision. Und auch im Abschluss fehlte das Feintuning. Außerdem parierte Gäste-Schlussmann Phil Schaffarzyk mehrfach glänzend. Offensivaktion der Gäste blieben dagegen Mangelware. Gefahr für das von Jendrik Heinecke gehütete FCN-Tor drohte kaum einmal.

Suayb Gürbüz bricht den Bann

Nach dem Wechsel änderte sich nichts an der Konstellation. Der FCN drängte, Phiesewarden setzte großen Kampfgeist entgegen. Genau eine Stunde lang hielt das Gäste-Bollwerk dann drosch Suyab Gürbüz eine Hedemann-Flanke per Direktschuss in die Maschen. Damit war der Bann gebrochen. Nur drei Minuten später wurde Gürbüz von Rene Schwarze bedient. Erneut ließ sich der Torjäger die Chance nicht entgehen – 2:0. Nach weiteren drei Minuten schob Fynn Richter eine Hereingabe des eingewechselten Felix Hohn in die Maschen. Hohn ließ in der 76. Minute das 4:0 folgen. Den Schlusspunkt zum 5:0 (88.) setzte mit Andres Felipe Sosas Mosquera ein weiterer Einwechselspieler.

Für einige Aufregung hatte ein unnötiges Foul im Mittelfeld von Till Wickner an Mehmet Emin Acar gesorgt. In der Folge kam es zu einem Gerangel an dem auch Suayb Gürbüz beteiligt war. Dafür kassierte er zunächst Gelb vom Unparteiischen, der dann wenig später Rot gegen den FCN-Torjäger zückte, weil er einige harsche Worte in Richtung SVP-Spieler geäußert hatte. Auf Intervention aus den Reihen des SV Phiesewarden nahm der Spielleiter die Hinausstellung aber wieder zurück.

Die Statistik

  • FCN: Jendrik Heinecke – Rene Schwarze, Julian Müller (73. Rouven Witt), Fynn Richter, Mathis Schultze, Niklas Weers (68. Enis Alan), Mehmet Emin Acar, Jan Luca Hedemann (61. Andres Felipe Sosas Mosquera), Suyab Gürbüz (68. Fynn Janßen), Sascha Schwarze, Sinan Ince (55. Felix Hohn).
  • SVP: Phil Schaffarzyk – Pascal Marvin Frerichs, Jerome Ahlers, Till Wickner, Marcel Härtel (77. Marvin Dettmann), Bohdan Lubatsev, Rune-Lukas Diercks (56. Justin Müller), Marcel Schneider, Tjark Pankratz, Julian Koopmann, Jannek Eilers.
  • Tore: 1:0 Gürbüz (60.), 2:0 Gürbüz (63.), 3:0 Richter (66.), 4:0 Hohn (66.), 5:0 Rosas Mosquera (83.).

Die Bilder

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