SC Ovelgönne verpasst die große Chance im Keller-Krimi
Trotz langer Unterzahl kämpft sich der SCO zurück – und verliert am Ende 4:5
Das war wild, bitter und am Ende eine verpasste Chance: Der SC Ovelgönne hat im Abstiegskampf nicht von der deutlichen Niederlage der TSG Burhave profitieren können. Gegen den TuS Sillenstede verlor der SCO ein spektakuläres Heimspiel mit 4:5 und bleibt damit weiter mitten im Tabellenkeller hängen.
Der Start ging komplett daneben. Pascal König brachte Sillenstede bereits in der 4. Minute mit 1:0 in Führung, nur eine Minute später fiel durch ein Eigentor von Tim Meischen das 0:2. Ovelgönne antwortete durch Leon Luca Meier in der 18. Minute zum 1:2, musste ab der 24. Minute nach einer Gelb-Roten Karte aber lange in Unterzahl weiterspielen.
Sillenstede zieht weg, Ovelgönne schlägt zurück
Trotz Überzahl machte Sillenstede vor der Pause nicht früh alles klar, baute die Führung aber aus. Leandro Wojtzik traf in der 33. und 41. Minute zum 1:4. Wer dachte, das Spiel sei damit entschieden, lag komplett falsch.
Jan Luca Keil brachte Ovelgönne noch vor der Pause zurück. Mit seinen Treffern in der 43. und 45. Minute verkürzte er auf 3:4. Plötzlich war wieder alles offen – und das, obwohl der SCO bereits seit Mitte der ersten Halbzeit mit einem Mann weniger auf dem Platz stand.
Riesen-Comeback reicht nicht
Nach dem Seitenwechsel kämpfte Ovelgönne weiter und wurde belohnt. Tammo Machheit erzielte in der 67. Minute den 4:4-Ausgleich. Die Partie war endgültig ein offener Schlagabtausch.
Doch das letzte Wort hatte Sillenstede. Leandro Wojtzik traf in der 78. Minute zum dritten Mal an diesem Tag und stellte auf 4:5. Ovelgönne warf noch einmal alles nach vorne, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern.
Abstiegskampf bleibt maximal eng
Für den SC Ovelgönne ist das Ergebnis doppelt bitter. Weil auch die TSG Burhave verloren hatte, wäre die Chance dagewesen, im Kampf um den Klassenerhalt wichtigen Boden gutzumachen. Stattdessen bleibt Ovelgönne bei 21 Punkten und steht weiter unter Druck.
Trotzdem zeigte der SCO Moral: Nach frühem 0:2, langer Unterzahl und 1:4-Rückstand noch einmal auf 4:4 zurückzukommen, war stark. Nur hilft das in der Tabelle wenig. Am letzten Spieltag zählt jetzt jeder Punkt – und Ovelgönne muss hoffen, dass der Einsatz endlich auch belohnt wird.


