Gesundheitsserie: Dehnen vor dem Sport?

Helios-Physiotherapeutin Beatrice Paris gibt Tipps zum Dehnen vor und nach dem Sport

Anzeige (Markant Ellwürden)

Vom Sport versprechen wir uns vor allem Gesundheit und körperliche Fitness. Lange Zeit galt dabei nur eine gedehnte Muskulatur ist leistungsfähig und auf Dauer gesund. Doch stimmt das wirklich?

„Das ist an sich nicht falsch, wichtig ist allerdings der Zeitpunkt und die Sportart“, erklärt Beatrice Paris, Leiterin der Physiotherapie der Helios Klinik Wesermarsch. „Grundsätzlich sollten die Muskeln immer aufgewärmt sein, bevor wir uns dehnen. Entsprechend ist das Aufwärmen vor dem Training viel wichtiger.“

Dehnen vor dem Sport kann kontraproduktiv sein

Dazu genügt es, zumeist, mit der sportarttypischen Bewegung langsam und mit geringer Intensität zu starten. So reicht es etwa beim Joggen die ersten fünf Minuten locker und relativ langsam loszutraben. „Bei Sportarten, bei denen Schnellkraft gefragt ist, zum Beispiel beim Fußball, kann das Dehnen vor dem Sport sogar kontraproduktiv sein“, sagt Beatrice
Paris.

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Durch ein ausgiebiges Dehnen vor dem Training vergrößert sich die sogenannte Gelenkreichweite. Einige Personen verletzen sich damit schneller, da sich die Spannung in den Muskeln und Sehnen verringert. Die geringere Spannung kann außerdem die Leistungsfähigkeit des Muskels mindern.

Dehnen nach dem Sport hilft bei Muskel-Entspannung

„Wir unterscheiden zwischen dem statischem und dem dynamischen Stretching“, so Beatrice Paris. Beim statischen Dehnen wird der Körper in eine bestimmte Haltung gebracht und dort einige Zeit bei ruhiger Atmung verweilt. Einzelne Muskelpartien erhalten so mehr Länge. Bei der Dehnung des vorderen Oberschenkelmuskels zum Beispiel, wird im Stand ein Knie angewinkelt und rückwärtig mit einer Hand am Fußglenk umfasst und die Ferse zum Po gezogen. Das Becken schiebt nach vorn. Die Dehnung wird für 20-30 Sekunden gehalten.

Beim dynamischen Dehnen hingegen werden wiederholende kreisende, wippende oder federnde Bewegungen durchgeführt, um die Endposition zu erweitern, so beispielsweise beim Armkreisen. „Fest steht, die Dehnung sollte zwar gut spürbar sein, aber nur bis zur Schmerzgrenze gehen.“ gibt die Physiotherapeutin zu bedenken. „Eine ausgiebige Dehnung nach dem Training hilft dabei, den Muskel zu entspannen, Dysbalancen vorzubeugen und die den Muskeln umhüllenden Faszien geschmeidig zu halten.“

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