Überraschungssieger beim 34. Haarika-U 19-Wintercup des 1.FC Nordenham

Landesligist VfL Westercelle gewinnt in der Sporthalle Mitte

Einen überraschenden Ausgang nahm der 34. Haarika-U 19-Wintercup, den der 1.FC Nordenham am vergangenen Samstag in der Sporthalle Mitte veranstaltete. Nicht der Regionalligist FC Eintracht Norderstedt und auch nicht die Mitfavoriten Niendorfer TSV und JFV Bremerhaven konnten am Ende jubeln, sondern mit dem Underdog VfL Westercelle gewann ein Landesligist das Finale knapp mit 1:0 gegen den JFV Lüneburg. (von Wilfried Röglin)

Trotz hohem Tempo und zahlreichen Zweikämpfen blieb das Turnier sehr fair, woran auch die sehr guten Schiedsrichter Bennett Voogd-Thieß (Post-SV Oldenburg), Tilmann Räker (FC Rastede) und Conrad Behrens (GVO Oldenburg) großen Anteil hatten.

Gastgeber bleiben ohne Punkt

In der Vorrundengruppe A nahm das Turnier zunächst seinen erwarteten Verlauf. Regionalligist FC Eintracht Norderstedt gewann alle drei Begegnungen souverän und belegte mit 9 Punkten und 11:3 Toren Platz 1. Auch der JFV Bremerhaven wusste zu überzeugen und belegte mit 6 Punkten und 6:3 Toren Platz 2. Viele der leider wieder einmal sehr wenigen Zuschauer sahen in diesen beiden Teams schon jetzt die beiden Endspielteilnehmer, doch am Ende sollte alles ganz anders kommen. Dritter in der Gruppe A wurde der FC Verden 04 (3 Punkte 7:8 Tore) vor der JSG Nordenham/Abbehausen (0 Punkte, 2:12 Tore), die zumindest im letzten Vorrundenspiel gegen Norderstedt überzeugen konnte, lange ein 1:1 hielt und sich erst in den letzten Minuten doch noch mit 1:4 geschlagen geben musste.

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Die Gruppe B war dagegen sehr ausgeglichen. Mit JFV Lüneburg (6 Punkte, 10:7 Tore), FC Oberneuland (6 Punkte,7:6 Tore) und dem späteren Sieger VfL Westercelle (6 Punkte, 7:7 Tore) waren am Ende gleich drei Mannschaften punktgleich. Auf Platz vier folgte der enttäuschende Niendorfer TSV (0 Punkte, 8:12 Tore).

Überraschungen im Viertelfinale

Aber eben dieser Niendorfer TSV sorgte im ersten Viertelfinale für eine faustdicke Überraschung. Nach einem 3:3 nach 12 Minuten Spielzeit schalteten die Hamburger den FC Eintracht Norderstedt mit 6:5 im Neunmeterschießen aus. Das sollte nicht die letzte Überraschung bleiben. Auch der JFV Bremerhaven musste anschließend mit 0:2 gegen Westercelle die Segel streichen. Wer jetzt gehofft hatte, dass auch der Gastgeber JSG Nordenham/Abbehausen nachziehen würde, sah sich getäuscht. Zwar war man gegen den JFV Lüneburg lange auf Augenhöhe, musste sich am Ende aber dennoch mit 1:4 geschlagen geben. Auch das letzte Viertelfinale verlief spannend. Am Ende konnte sich der FC Verden 04 knapp mit 3:2 gegen den FC Oberneuland durchsetzen.

Im ersten Halbfinale trafen der Niendorfer TSV und der VfL Westercelle aufeinander. Hier setzte sich Westercelle mit 3:1 nach Neunmeterschießen durch. Das zweite Halbfinale zwischen den beiden Niedersachsenligisten JFV Lüneburg und FC Verden 04 konnten die Lüneburger mit 3:1 für sich entscheiden.

Umkämpftes Endspiel

Im Spiel um Platz 3 war es mit dem zwischenzeitlichen Hoch des Niendorfer TSV schon wieder vorbei. Gegen den FC Verden 04 hatte man beim klaren 0:4 keine Chance.

Das Finale war heiß umkämpft. Der VfL Westercelle ging schnell mit 1:0 in Führung. Danach ging es hin und her mit Chancen für beide Mannschaften. Am Ende waren die Bemühungen des JFV Lüneburg aber vergebens und der Außenseiter konnte den knappen Vorsprung über die Zeit bringen.

Bei der Siegerehrung durch den Hauptsponsor Zinnur Sahin vom Friseursalon Haarika und Turnierleiter Wilfried Röglin folgten zunächst die persönlichen Auszeichnungen. So konnte sich Moritz Bahr vom VfL Westercelle über die Auszeichnung zum Torschützenkönig freuen. Der Kapitän des Turniersiegers erzielte 6 Treffer. Die beiden weiteren Titel gingen an den Zweiten JFV Lüneburg. Melvin Eckardt wurde von den Trainern der beteiligten Teams zum besten Torhüter gewählt und Jalal Abdelaziz Saeed hieß am Ende der beste Spieler des Turniers. Die Mannschaften auf den Plätzen zwei und drei erhielten Geldpreise. Groß war der Jubel dann beim VfL Westercelle, der nicht nur den höchsten Geldpreis absahnte, sondern sich auch für ein Jahr über Besitz des großen Wanderpokals freuen konnte. Die sympathischen Gäste aus Celle waren so begeistert über ihren überraschenden Erfolg, dass sie noch lange im Sportheim des FCN mit den Gastgebern feierte, bevor der Heimweg angetreten wurde.

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