Starke erste Halbzeit reicht nicht: 20:36-Niederlage bei Werder II

HSG Unterweser kämpft tapfer in Bremen – am Ende setzt sich der Favorit klar durch

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Gut gekämpft, aber dennoch 20:36 verloren: In der Verbandsliga Frauen musste sich die HSG Unterweser beim SV Werder Bremen II deutlich geschlagen geben. Trotz engagierter Leistung und einer starken ersten Halbzeit setzte sich am Ende die individuelle Klasse der Gastgeberinnen durch. (von Olaf Büker)

Trainer Bernd Neumann musste in diesem Spiel auf Celine Bohlken, Carinne Bauer und Christien Dubberke-Bruns verzichten. Das machte sich ab Mitte der zweiten Halbzeit bemerkbar. Als sich zudem die gut spielende Mia Marie Speckels am Knie verletzte, fehlte eine weitere wichtige Spielerin.

HSG ärgert den Favoriten lange

Besonders in der ersten Halbzeit konnten die HSG-Spielerinnen die Vorgaben des Trainers gut umsetzen. So wurde der Favorit lange Zeit geärgert. Die Gastgeberinnen lagen nach fünf Minuten mit 2:0 vorne und bauten den Vorsprung bis zur 15. Minute auf 10:6 aus.

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Doch die HSG gab nicht auf und kämpfte sich bis zur 25. Minute auf 13:12 heran. Louisa Plump verkürzte mit zwei Siebenmetertoren, Mia Marie Speckels erzielte den Ausgleich zum 13:13. Mit einer knappen 14:13-Führung für Werder ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Fehlende Wechsel kosten am Ende die Kraft

In der Pause versuchte Trainer Neumann, sein Team auf die schwere zweite Halbzeit vorzubereiten. Ab der 35. Minute konnte sich der SV Werder Bremen II jedoch zunehmend absetzen. Nun machten sich die fehlenden Wechselmöglichkeiten deutlich bemerkbar.

In der 36. Minute führte Werder mit 18:16, ehe der Vorsprung auf 23:16 anwuchs. Spätestens jetzt hatte die HSG keine echte Chance mehr. In der 52. Minute betrug der Rückstand beim 19:29 erstmals zehn Tore. Der Widerstand erlahmte zusehends, sodass die Gastgeberinnen am Ende einen etwas zu hoch ausgefallenen 36:20-Sieg feiern konnten.

Trainer Neumann zeigte sich mit der ersten Halbzeit vollauf zufrieden. Im zweiten Abschnitt musste die HSG jedoch die Überlegenheit der Bremerinnen anerkennen. Vor allem in Schnelligkeit und Spritzigkeit hatten die Gastgeberinnen Vorteile. Torfrau Tanja Speckels-Huisman war ein großer Rückhalt und vereitelte zahlreiche Möglichkeiten des SV Werder.

Am kommenden Sonnabend steht in Fredenbeck das Abstiegsduell gegen die HSG Fredenbeck/Stade III an. Dort muss die HSG die Einstellung der ersten Halbzeit über 60 Minuten abrufen. Nur ein Sieg hilft im Tabellenkeller weiter.

Die Statistik

  • HSG Unterweser: Emily Eicke, Tanja Speckels-Huisman – Louisa Plump (9/2), Liska Stuhrmann (4), Mia Marie Speckels (2), Judith Palm (2), Astrid Eilers (2), Marie Lübben (1), Jan Seedorf, Wiebke Ostendorf, Janine Matschei.

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